SEK-Einsatz gegen „Hells Angels“

Von: hau
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Hells Angels
Ein geflügelter Totenkopf - Vereinssymbol der berüchtigten Motorradgang Hells Angels. Foto: dpa

Aachen. Vier Mitglieder der Rockergruppierung „Hells Angels Turkey“ wurden jetzt von Spezialeinsatzkommandos verhaftet, weil ihnen die Beteiligung an einer üblen Schlägerei vor Weihnachten im Bereich Trierer Straße/Zeppelinstraße zur Last gelegt wird.

Drei der Männer, deren Festnahme bereits am Freitagabend erfolgte, seien in Untersuchungshaft gekommen und einer sei am Samstag wieder auf freien Fuß gesetzt worden, teilte Staatsanwalt Jost Schützeberg am Montag auf Anfrage mit.

15 vermummte Mitglieder der Rockergruppe „Hells Angels Turkey“ sollen am 21. Dezember mit mehreren Fahrzeugen vorgefahren sein und ein Mitglied der in Aachen zunehmend aktiven Motorradgruppe „Saturdarah“ in einem Kiosk mit Messern, Schlagstöcken und Baseballschlägern traktiert sowie mit einer Pistole bedroht haben. Der Mann habe schwere Verletzungen davongetragen, so Schützeberg weiter. Schon vor Weihnachten seien zwei Mitglieder des Rockerclubs festgenommen worden, am Freitag erfolgten die Zugriffe an der Schurzelter Straße im Bereich Gut Kullen. Das Verfahren wird geführt wegen gefährlicher Körperverletzung.

Nicht mitteilen konnte der Strafverfolger, worum es in den Auseinandersetzungen zwischen den Kuttenträgern ging. Die „Hells Angels Turkey“ seien aber nicht verboten. Die seit 1973 in Deutschland vertretenen „Hells Angels“ werden immer wieder mit Gewalt- und Drogendelikten sowie Schutzgelderpressungen in Verbindung gebracht. Das Charter in Köln war ebenso wie die konkurrierenden „Bandidos“ in Aachen 2012 von Innenminister Ralf Jäger verboten worden. Die „Hells Angels Turkey“ tauchen erstmals im Februar 2010 auf, als damals verfeindete „Bandidos“ zu den „Hells Angels“ überliefen.

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