Aachen - Seit vier Monaten ruht das Berdolet-Loch

Seit vier Monaten ruht das Berdolet-Loch

Von: Wolfgang Schumacher
Letzte Aktualisierung:
Die Baustelle in der Berdolets
Die Baustelle in der Berdoletstraße war die Folge eines Wasserrohrbruchs. Die Stawag versichert: Kommende Woche oder in der Woche darauf wird das Übel beseitigt. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Eigentlich könnte man sich so eine Baustelle wie in der Burtscheider Berdoletstraße nur wünschen, weil sie still vor sich hinruht. Anders etwa als all die neuen Baustellen, die seit Monaten wie Pilze aus dem Boden schießen und den Autofahrern öfter mal Probleme bereiten, stattliche 32 Stück zählt aktuell die Stadt selbst.

Doch die Anwohner im steilen Verbindungsstück zwischen Kapellen- und Eckenberger Straße sehen das naturgemäß anders. Sie fragen sich inzwischen immer öfter, was da eigentlich los ist. Bereits seit etwa vier Monaten, genauer seit dem 18. Dezember 2011, schauen sie dort in ein Loch, dessen Verursacher kurz vor Weihnachten ein kapitaler Rohrbruch im Untergrund der Straße war.

Der wurde schnell behoben, seine angerichteten Verwüstungen aber blieben. Das mag nicht so tragisch sein. Doch manche Bürger scherzen bereits, wie Anwohner Herbert Beckers berichtet, ob man da nicht besser Blumen pflanzen solle. Gottseidank ist das Loch noch nicht vermüllt. Dazu wird es auch nach Auskunft der Stawag nicht kommen. Denn wie die Sprecherin des Energieversorgers, Eva Wußing, mitteilte, soll das Loch endgültig „in der kommenden oder in der Woche darauf” vom Erdboden verschwinden.

Das ist für Herbert Beckers auch gut so, denn bei starkem Regen, berichtete der 79-Jährige, würden beängstigende Sturzbäche mit ausgewaschenem Erdreich die Straße hinunterfließen - und so habe man Angst vor weiteren Aus- oder Unterspülungen. Grund für die lange Wartezeit sei eine „Koordinierung” über die Oberfläche mit einem der Anwohner gewesen, teilte die Stawag mit.

Doch das Berdolet-Loch bleibt nicht alleine. Nicht weit entfernt wird es in der kommenden Woche mit der Buddelei weitergehen. In sogenannten Buddelbriefen habe die Stawag die Anwohner der nahen Eckenberger Straße bereits auf neue Beeinträchtigungen eingestimmt, berichtet Wußing.

Aachen ist und bleibt momentan also eine von diversen maschinellen „Maulwürfen” untergrabene Stadt, die Kanalsanierung und andere Vorhaben erfordern das. So müssen sich mitten in der City Geschäftsleute und Kunden auf weitere Unannehmlichkeiten einstellen. Nach dem Büchel - dort sackte momentan auf Höhe der Körbergasse der Boden ab - kommt in wenigen Tagen die noch nicht neu gestaltete Ursulinerstraße mit der fälligen Kanalsanierung an die Reihe, später geht es rein in die Buchkremerstraße.

Ist die Stawag im Untergrund fertig, wird der Bereich zum Büchel und in Richtung Elisenbrunnen bis November neu gestaltet. Als Zufahrt ins innere Viertel wird es wieder eine umstrittene Lösung geben. Die Autos müssen dann wieder die Fußgängerzone zwischen Dahmen- und Holzgraben kreuzen.
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