Aachen - Seit Freitagmorgen kann endlich gewählt werden

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Seit Freitagmorgen kann endlich gewählt werden

Von: Holger Richter
Letzte Aktualisierung:
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Wer vor dem Wahltag schon wählen möchte, muss hoch hinaus. Das Wahlamt ist in der fünften und sechsten Etage des Bushofes untergebracht. Gestern herrschte dort geschäftiges Treiben. Foto: Harald Krömer

Aachen. Peter Neumann kann nun doch noch beruhigt in Urlaub fahren. Denn am Freitagmorgen hat der Aachener im städtischen Wahlamt in der Peterstraße seine Kreuzchen für die anstehende Kommunalwahl gemacht. „Da habe ich aber Glück gehabt“, erzählt der 70-Jährige.

Denn schon am Samstag soll‘s auf eine große sechswöchige Reise gehen, und erst am Freitag kamen die Wahlzettel für die Kommunalwahl bei der Stadt Aachen an. „Ich war schon am vergangenen Dienstag im Wahlabend“, erzählt Peter Neumann weiter, doch da habe man ihm nur die Unterlagen für die Europawahl angeboten. „Die Wahlzettel für die Kommunalwahl lagen da noch gar nicht vor.“

Holger Benend vom Amt für Öffentlichkeitsarbeit der Städteregion und Rita Klösges vom Presseamt der Stadt Aachen bestätigen Peter Neumanns Erfahrungen. Diesmal haben die Wahlzettel für die Kommunalwahl tatsächlich lange auf sich warten lassen. Grund dafür war die Beschwerde des UWG-Regionalverbandes Aachen – Freie Wähler, der vom städteregionalen Wahlausschuss nicht zur Wahl zugelassen worden war.

„Wir konnten den Druckauftrag für die Wahlzettel erst erteilen, nachdem die Landeswahlleiterin über die Beschwerde entschieden hatte“, erklärt Holger Benend die Verzögerung, „und das hat sie erst am 24. April getan.“ Und zwar mit negativem Ausgang für die Freien Wähler, die übrigens trotz Namensgleichheit nichts mit der Stadt-Aachener UWG um Horst Schnitzler zu tun hat.

„Am 25. April haben wir den Druckauftrag erteilt, und seit Mittwoch, 30. April, müssten die Wahlzettel bei allen Wahlämtern in der Städteregion nun vorliegen“, fügt Holger Benend hinzu. Am Freitagmorgen schließlich waren sie auch in der fünften und sechsten Etage des Bushofes an der Peterstraße angekommen, wo das Wahlamt der Stadt Aachen derzeit residiert.

Bis zu sieben Kreuze

Und dort war am Freitagmorgen einiges los. Offenbar ist nicht nur Peter Neumann am 25. Mai nicht in Aachen. So gingen viele in der Peterstraße ein und aus, um bereits vor dem Wahltag insgesamt bis zu sieben Kreuze zu machen. Denn am Sonntag in zwei Wochen werden nicht nur der Aachener Stadtrat, der Oberbürgermeister und die Bezirksvertretungen, der Städteregionsrat und -tag sowie gegebenenfalls noch der Integrationsrat gewählt, es steht zusätzlich auch noch die Europawahl an.

Und die wird am Wahlsonntag nach Schließung der Wahllokale um 18 Uhr als erstes ausgezählt, weil das EU-Parlament in dieser Riege das höchste Gremium ist. „Anschließend greift ein Aachener Kompromiss“, erläutert Rita Klösges vom städtischen Presseamt die weitere Auszählungsreihenfolge. Denn üblicherweise würden die Gremien von „oben nach unten“ abgearbeitet, „wir haben uns aber von der Landeswahlleiterin eine Ausnahme genehmigen lassen“, so Klösges.

Demnach werde nach der Europawahl in der Reihenfolge Aachener OB, Aachener Stadtrat, Städteregionsrat, Städteregionstag und Bezirksvertretungen ausgezählt. Die Stimmzettel zur Integrationsratswahl sollen wegen der zu erwartenden geringen Wahlbeteiligung anschließend separat ausgezählt werden, kündigt Klösges an.

„Diese Reihenfolge ist allerdings nur für das einzelne Wahllokal bindend“, betont Rita Klösges. Das bedeutet, dass „kleine Stimmbezirke natürlich schon die OB-Stimmen oder die für den Stadtrat auszählen können, während in großen Stimmbezirken noch die Europawahl ausgewertet wird“.

Peter Neumanns Stimmen sind jedenfalls schon im Kasten – oder besser: in der Urne. Ausgezählt wird sie aber freilich erst am Wahlabend nach 18 Uhr. Übrigens: „Nicht nur im Wahlamt in der Peterstraße kann man schon vor dem 25. Mai wählen“, sagt Rita Klösges, „das ist auch in allen Bezirksämtern möglich.“ Und auch dann, wenn die Wahlbenachrichtigung noch nicht da ist. „Wenn man im Wählerverzeichnis eingetragen ist, reicht es, den Personalausweis mitzubringen.“

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