Sechs Aachener Rotary Clubs spenden 4000 Euro für Kinder suchtkranker Eltern

Von: Martina Stöhr
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Gudrun Jelich, Rainer Gödeke, Walter Maasen, Marie Gurr und Hans-Hermann Kasten (v.l.) freuen sich über die Hilfe für das Projekt „Feuervogel“ der Suchthilfe durch die Aachener Rotary Clubs. Foto: Harald Krömer

Aachen. Überraschend ist für das Projekt „Feuervogel“ der Suchthilfe Aachen nun eine Spende von sechs Aachener Rotary Clubs gekommen. Die Rotarier haben bei ihrem jährlich stattfindenden Golfturnier 10.000 Euro akquiriert. 4000 Euro davon übergaben sie jetzt dem „Feuervogel“.

„Die Spende gibt uns Luft“, meint Marie Gurr, die das Projekt für Kinder suchtkranker Eltern leitet. 18 Kinder werden hier derzeit in drei Gruppen betreut. Für sie ist der „Feuervogel“ ein Ort, an dem sie ihre täglichen Sorgen vergessen können und Ansprechpartner für ihre Probleme finden. Die Enttabuisierung des Themas Sucht sei dabei eine wichtige Aufgabe, so Marie Gurr. „Die Kinder schleppen eine Riesenlast an Schuldgefühlen mit sich“, sagt sie und ergänzt: „Sie müssen so tun als sei Zuhause alles in Ordnung und können mit niemandem über ihre Sorgen reden.“ Der „Feuervogel“ sei wie ein Hafen für sie, in dem sie geschützt Vertrauen aufbauen können.

Vor Ort informiert

Die unerwartete Spende der Rotarier soll für außerplanmäßige Angebote wie Geburtstagsfeiern und Ausflüge verwendet werden. Die Rotarier Dr. Rainer Gödeke, Hans-Hermann Kasten und Walter Massen informierten sich vor Ort über die Arbeit der Suchthilfe. Sie sind überzeugt, dass ihre Spende beim „Feuervogel“ in den richtigen Händen ist. Daneben bekommen auch das therapeutische Reiten am Lohner Hof und das neue Hospiz im Iterbach eine Unterstützung, ganz gemäß des Leitsatzes der Rotarier im vergangenen Jahr: „Rotary leben, Leben verändern.“

Da der „Feuervogel“ die Hälfte seiner Kosten über Spenden finanzieren muss, ist er für jede Unterstützung dankbar. Laut Gudrun Jelich, Geschäftsführerin der Suchthilfe, gibt es allein in Aachen rund 6700 Kinder suchtkranker Eltern. Seit fünf Jahren gibt der „Feuervogel“ ihnen die Möglichkeit, ihre Probleme im geschützten Raum zu besprechen. Laut Jelich sind Kinder suchtkranker Eltern oft die Suchtkranken von morgen. Der „Feuervogel“ habe in diesem Sinne die ersten Erfolgsgeschichten zu verzeichnen. Das Projekt helfe den Kindern, ihren eigenen Weg zu finden.

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