Sebastian Sturm verzaubert die Südstraße

Von: Nina Krüsmann
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Sebastian Sturm war nur einer von etlichen namhaften Musikern beim Südstraßenfestival. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Party, Party, Party: Spätestens am Samstagabend hatte sich die Südstraße in eine einzige Feiermeile verwandelt. Bis zum Boxgraben reichte die Warteschlange zum Südstraßenfestival, dessen Bühne am Kopf der Straße vorm „Dein Hotel Europa“ das Zentrum bildete.

Auch die Anwohner machten mit, hatten Tisch und Stühle nach draußen gestellt. „Unser Konzept, früh zu feiern, ist voll aufgegangen“, freute sich Mitveranstalter Rick Opgenoorth vom Jakobshof. Bereits um 13 Uhr kamen die ersten Besucher, um den Aachener „Hart Popper“ Rainer Geist zu erleben. Er bot mit seinem Trio laute, raue, wilde und vor allem überzeugende deutsche Musik. Von Stunde zu Stunde wuchs die Festivalgemeinde an. Vom anfangs eintägigen Viertelfest hat sich die Veranstaltung zum zweitägigen Spektakel mit mehr als 1500 Besuchern pro Tag entwickelt, das in diesem Jahr durchgängig namhafte Musiker aufbietet, die bundesweit Erfolge feiern. Veranstalter des „Südstraßenfestival“ sind die Musik-Clubs „Dein Hotel Europa“, der „Jakobshof“ und der Verein Südstadt Kultur e.V., die diesmal insgesamt zwölf hochkarätige Acts verpflichtet hatten. Zum fairen Preis von fünf Euro konnte man bundesweit bekannte Musiker erleben.

„Es passt einfach alles“

Am Abend hatte Aachener Reggaestar Sebastian Sturm mit seiner Band Exile Airline leichtes Spiel: Er versetzte die Menschenmenge mit chilligen Liedern in Urlaubsstimmung. Natürlich gab es auch einiges von Reggae-Ikone Bob Marley zu hören. Beim Einsetzen der Dämmerung kam an der Cocktailbar der Südstraße Karibikatmosphäre auf und auch das Wetter zeigte sich passend „südlich“. Udo Mays, Besitzer des Dein Hotel Europa an der Südstraße, war begeistert angesichts des Zuspruchs der Musikfans: „Es passt einfach alles!“

Nach der Reggaedarbietung war der stimmungstechnische Höhepunkt noch lange nicht erreicht: „Flowin Immo & the Hoo“ aus Berlin und Bremen sind in Aachen bereits alte Bekannte von Auftritten im Parkside, an die nicht nur Rick Opgenoorth gerne zurückdenkt. Mit ihrem Hip-Hop unterhielten sie das Publikum vom Feinsten ,und auch nach knapp neun Stunden Konzertmarathon waren alle gut drauf. Natürlich hatten sich die Musiker auch was Aachen-Typisches ausgedacht und einen Text zu „Au Hur“ umgedichtet. Das kam bestens an bei den Zuhörern.

Jung und Alt feierten gemeinsam bis in die Abendstunden. Nach dem Ende der Open-Air-Konzerte wurde im „Hotel Europa“ noch kräftig weitergetanzt. Und auch im „Last Exit“, der nach eigenen Worten der Betreiber „tollsten draußen-Sitz-Kneipe der Welt“ ging es mit Electronic und Swing noch „bis in die Puppen“ weiter.

Kunst- und Kinderflohmarkt

Am Sonntag fand im Park an der OGS Reumontstraße ab 13 Uhr ein familienfreundliches Programm statt: Viele Besucher flanierten über den Kunst- und Kinderflohmarkt, ließen sich von den DJs vom Hochschulradio der RWTH Aachen unterhalten und verfolgten das SOSH-Kinder-Straßentheater und einen brasilianischen Capoeira-Workshop.

Mit Sebastian Arnold eröffnete am Sonntagmittag eine One-Man-Band den Festivaltag. Zu hören gab es eine einzigartige Mischung aus Electronic-Jazz, Future-Rock und Indie-Tronics mit Keyboard, Loop-Machines, Schlagzeug und vielen anderen Instrumenten. „Maxim“ – laut Rick Opgenoorth ein absoluter Geheimtipp – servierte der Festivalgemeinde deutschen Pop mit Tiefgang und unter anderem seinen aktuellen Hit „Meine Soldaten“.

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