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Schulverband Aachen-Ost: „Maßanzug” für jedes Kind

Von: Margot Gasper
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Der Vertrag ist seit November unterschrieben, nun wird der Schulverband Aachen-Ost mehr und mehr mit Leben gefüllt. Das Geschwister-Scholl-Gymnasium, die Hugo-Junkers-Realschule und die Hauptschule Aretzstraße machen gemeinsam Schule fürs Ostviertel.

Sie wollen Perspektiven schaffen für junge Leute, und sie wollen das System Schule durchlässig machen. Wo man hin will und was man schon geschafft hat, das erläuterten die drei Schulleiter Klaus Becker, Herbert Strohmayer und Manfred Paul am Donnerstagabend vor dem Schulausschuss.

Interessierte Eltern und Schüler können sich am Montag, 1. Februar, genauestens informieren. Dann veranstalten die drei Schulen einen gemeinsamen Informationsabend mit Blick aufs Schuljahr 2010. Und weil die Alemannia ab 20.15 Uhr auf dem Tivoli gegen Kaiserslautern spielt, hat man den Infoabend mit Bedacht auf 18 Uhr gelegt. Treffpunkt ist die Hugo-Junkers-Realschule, Bischofstraße 21.

Anmeldungen fürs nächste Schuljahr nehmen alle drei Schulen vom 19. bis 26. Februar entgegen. An zwei Tagen können Eltern sich auch mit Vertretern aller drei Schulen zusammensetzen. Das dürfte besonders für Familien interessant sein, die noch unsicher sind, welche Schulform für ihr Kind richtig ist. Auch die Grundschulen sprechen ja häufig eine eingeschränkte Empfehlung aus.

Übergänge erwünscht

Durchlässigkeit wird ernstgenommen und großgeschrieben: Das betonten die drei Schulleiter auch in ihrem Vortrag vor dem Schulausschuss. Am liebsten wolle man jedem Schüler einen „Maßanzug”, eine passgenaue Schullaufbahn schneidern, erklärte Herbert Strohmayer.

Konkret heißt das: Übergänge von einer Schule zur anderen sind bis zur Klasse 9 möglich und erwünscht. Wechselt ein Kind die Schulform, dann wird es darauf vorbereitet, etwa durch Fördermaßnahmen und Übergangskurse. Und eine bis zu sechswöchige Hospitation, ein Probelauf, ist auch drin vor der Entscheidung für die neue Schule.

Durchlässigkeit im System funktioniert aber auch über Sprachen. Die Hauptschule Aretzstraße bietet ab Klasse 7 eine zweite Fremdsprache an: Französisch oder Türkisch. Genutzt werden diese Kurse vor allem von Schülern, deren Muttersprache Französisch oder Türkisch ist.

So ein Französischangebot ist aber auch wertvoll für Wechsler von der Realschule. Und wer am Gymnasium partout mit Latein nicht klarkommt, der kann künftig zum Beispiel den Türkischkurs an der Hauptschule besuchen und so die verlangte zweite Fremdsprache abdecken.

Auch den Übergang von Haupt- und Realschule in die Oberstufe des Gymnasiums möchte der neue Schulverband durch gezielte Übungskurse erleichtern.

Schon lange hat die Hauptschule Aretzstraße ein Berufswahlzentrum. Dieses „kleine Arbeitsamt”, wie Manfred Paul das ausdrückt, soll künftig für die anderen beiden Schulen geöffnet werden.

Bildungsnachmittag

Das Sahnehäubchen auf dem Kuchen aber soll der Bildungsnachmittag sein: Am Freitagnachmittag wollen die drei Schulen gemeinsam mit vielen Partnern aus dem Viertel ein vielfältiges Lernangebot stemmen: mit Musik und Tanz, Sport, Theater Film, Technik, Natur. Ideen gibt es reichlich. Gebraucht werden noch Sponsoren, Lernorte - und Menschen, die mitmachen.

Die wissenschaftliche Begleitung, die das NRW-Schulministerium zugesagt hat, steht allerdings weiterhin aus.
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