Aachen - Schulministerin Sommer informiert sich über Schulverband AC-Ost

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Schulministerin Sommer informiert sich über Schulverband AC-Ost

Von: Jan Mönch
Letzte Aktualisierung:
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Schulministerin Barbara Sommer informierte sich ausführlich über den Schulverband im Aachener Osten. Zusammen mit Familienminister Armin Laschet diskutierte sie mit Vertretern aus Politik, Verwaltung und von den drei Schulen. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Möglicherweise wird man den ganzen Knatsch um die Schulsituation in Aachen-Ost bald als ein reinigendes Gewitter in Erinnerung haben. Jedenfalls dann, wenn entsprechende Anmeldezahlen auf die guten Vorsätze folgen, die am Donnerstag in der Hauptschule Aretzstraße vorgestellt wurden.

Hier informierten sich Schulministerin Barbara Sommer und Integrationsminister Armin Laschet über die Alternative zur vierten Gesamtschule, der neben der Hauptschule Aretzstraße auch die Nachbarn von Hugo-Junkers-Realschule und Geschwister-Scholl-Gymnasium zum Opfer gefallen wären. Die Alternative hört nun - wie berichtet - auf den Namen „Schulverband Aachen-Ost”, und zog am Donnerstag auch Vertreter der Kommunalpolitik sowie Herbert Strohmayer, Leiter der Hugo-Junkers-Realschule, sowie Klaus Becker, Leiter am Geschwister-Scholl-Gymnasium, in die Aretzstraße.

„Der Schulverband ist kein in Behörden geborenes Konstrukt, sondern an der Basis entstanden, mit viel pädagogischem Herzblut”, urteilte die Schulministerin. Offen ist dennoch in vielerlei Hinsicht, wohin die Reise im gemeinsamen Boot gehen wird. Ideen, die seit Schuljahresbeginn nach und nach in Angriff genommen werden, gibt es jedoch massig.

Möglicherweise könnte die Kooperation der drei Schulformen ein Ausweg für Hugo-Junkers- oder Geschwister-Scholl-Schüler sein, die an ihrer zweiten Fremdsprache verzweifeln. „Wenn einer Probleme in Französisch bekommt, kommt er zu uns in den Türkischunterricht”, sagte Anna Wahl, Konrektorin an der Aretzstraße.

Die praxisorientierte Profilklasse der Hauptschule könnte für Schüler interessant sein, denen kein Studium, sondern eine Berufsausbildung vorschwebt. Wahl: „Wichtig ist es, die Schnittstellen zu erkennen.” Die den Hauptschülern wiederum beim Erreichen eines höheren Schulabschlusses helfen soll.

„Stigma loswerden”

Vorbehalte gegenüber der nicht nur für ihr pädagogisches Programm, sondern auch ihre schwierige Klientel bekannten Hauptschule ausgeschlossen? „Selbstverständlich nicht. Natürlich gibt es die Vorbehalte”, gibt Schulleiter Manfred Paul zu. „Dieses Stigma wollen wir ja loswerden.”

Dass dem Schulverband im Ostviertel nach und nach offizieller Charakter verliehen werden müsse, daran erinnerte Stadtdirektor Wolfgang Rombey: „Wir müssen uns fragen, wie man den Verband auf eine rechtliche Ebene stellen, ihn zu einem verbindlicheren System machen kann.”

Zunächst aber wird es um Inhalte gehen. „Wahrscheinlich wird nicht zu 100 Prozent rauskommen, was man sich jetzt vorstellt”, mutmaßte Barbara Sommer auch angesichts des Modellcharakters, der dem Schulverband Aachen-Ost für ganz Nordrhein-Westfalen zugeschrieben wird.

Zuversicht also allenthalben - von der harschen Kritik, der CDU, SPD und Grüne durch ihr Vorgehen, den Aufschrei der betroffenen Schulen und den anschließenden Hickhack ausgesetzt gewesen waren, war auch den OB-Kandidaten Karl Schultheis und Marcel Philipp nichts anzumerken. Nur Minister Armin Laschet deutete an: „Man hätte sich wohl einigen Ärger ersparen können.”
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