Aachen - Schulen und Eltern sollen Planungssicherheit bekommen

Schulen und Eltern sollen Planungssicherheit bekommen

Von: mg
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Aachen. Für das nächste Schuljahr sind alle Grundschulen in Aachen gesichert. Für die Zukunft aber sollen die Eltern wissen, woran sie sind. Und die Schulen sollen für die nächsten Jahre planen können und nicht jeder Anmeldefrist aufs neue entgegenbangen müssen.

Das ist das Ziel des Runden Tischs zur Zukunft der Grundschulstandorte, der diese Worte zum ersten Mal tagte.

Vertreter aus Politik und Verwaltung, Abgesandte der Schulen und der Elternschaft sowie die Schulaufsicht saßen beisammen. Konkrete Ergebnisse gab es am Schluss natürlich nicht.

Aber man darf wohl davon ausgehen, dass spätestens im Herbst Entscheidungen über Schulschließungen fallen werden, rechtzeitig vor der Anmeldefrist fürs Schuljahr 2011/12.

Im Mittelpunkt der Debatte standen, wie berichtet, die sieben einzügigen Grundschulen, die akut oder mittelfristig als gefährdet gelten müssen. Diskutiert wurde aber nicht nur über Schülerzahlen, sondern über alle Aspekte, die wichtig sind für einen Schulstandort: der Stadtteil drumherum, der Zustand der Gebäude, die Bewegung der Schülerströme im Viertel oder die Schulen in der Umgebung.

„Sehr angetan” vom Verlauf des Gesprächs und der sachlichen Atmosphäre zeigt sich Christian Steins, schulpolitischer Sprecher der CDU. „Und es war wichtig, dass auch die Elternvertreter der sieben Schulen dabei waren.”

Ulla Griepentrog saß für die Grünen mit am Tisch. Sie lobt die Anstrengungen der Verwaltung: „Das war absolut super vorbereitet”. Wichtig sei für eine Entscheidung zum Beispiel die Frage, welche Bedeutung eine Schule für die Versorgung des Stadtteils hat oder ob es in der Umgebung andere Schulen gibt, die die Kinder gut erreichen könnten.

Genau hingeschaut hat der Runde Tisch auch bei der Frage nach dem Gebäudezustand: Ist eine Schule gerade erst für viel Geld umgebaut worden? Oder müsste in der Zukunft viel Geld ins Gebäude gesteckt werden? Schulrätin Ulla Roder legte der Runde den rechtlichen Rahmen dar: Dass zum Beispiel jede Schule mindestens 72 Schüler haben muss und dass es immer schwieriger wird, alle Schulen mit Lehrkräften zu versorgen, wenn die Klassen immer kleiner sind.

SPD: Zu früh diskutiert?

Für die nächste Sitzung des Schulausschusses im Juni soll die Verwaltung nun noch ergänzende Informationen beibringen. Im Schulausschuss, so ist zu erwarten, dürften dann die Weichen gestellt werden für das weitere Verfahren.

Für Ulla Griepentrog steht allerdings fest: „Es kann nicht unser Ziel sein, weitere Verbundlösungen zu schaffen, nur um Standorte zu erhalten. Schulverbünde lösen nicht die Probleme.”

Bei aller Zufriedenheit mit der Initiative, die viele Akteure an einen Tisch bringt, fragt sich Mathias Dopatka, schulpolitischer Sprecher der SPD, allerdings, ob man nicht zu früh in die Diskussion eingestiegen sei. „Je nach Ausgang der Landtagswahl werden die Schulbezirksgrenzen wieder eingeführt”, gibt er zu bedenken, „dann werden die Karten womöglich wieder ganz neu gemischt”. Dann müsse die Zukunftsfähigkeit mancher Schulen unter neuen Vorzeichen diskutiert werden. „Es hätte nicht geschadet, erst nach dem 9. Mai über die Grundschulen zu sprechen”, glaubt Dopatka.

Nicht nur die Grundschulen werden in den nächsten Monaten reichlich Gesprächsstoff bieten. CDU und Grüne wollen auch ein Konzept zur Entwicklung der weiterführenden Schulen in Aachen erarbeiten.

Und nach den guten Erfahrungen beim Grundschul-Thema können sich CDU und Grüne einen Runden Tisch zur Sekundarstufe I vorstellen.
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