Aachen - Schule Brander Feld macht mit beim „Autofasten“

Schule Brander Feld macht mit beim „Autofasten“

Von: Jonas Kirschgens
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Lutz Braunöhler vom Bistum Aachen und Stephanie Küpper von der Aachener Stadtverwaltung freuen sich, dass viele Kinder der Grundschule Brander Feld mit dem Fahrrad zum Unterricht kommen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. „Wie bist Du heute zur Schule gekommen?“. Diese Frage beantworten in den nächsten zwei Wochen jeden Morgen 2600 Grundschüler im Rahmen der Stempelaktion der Mobilitätskampagne „FahrRad in Aachen“. Auch die Grundschule Brander Feld als eine von 15 Grundschulen beteiligt sich an der Aktion der Stadt Aachen.

Wenn die Schüler und Schülerinnen morgens in der Schule ankommen, stempeln sie im Wochenkalender das Verkehrsmittel ab, mit dem sie gekommen sind. Es gibt einen Stempel für Auto, Auto mit Elternhaltestelle, Roller, Fahrrad, Bus und für den Weg zu Fuß.

Die Mobilitätskoordinatorin der GGS Brander Feld, Juliana Quartier, kann mit der Klasse 4b zufrieden sein: Die Mehrheit der Schüler stempelt ein Fahrrad in den Wochenkalender. Die Aktion richtet sich aber auch an die Eltern, denn sie bestimmen ja, wie ihre Kinder zur Schule kommen. Sie sollen ihre Kinder unterstützen, indem sie diese nicht direkt vor die Schule fahren, sondern den Schulweg alleine gehen lassen. „Es geht um die selbstständige, sichere, nachhaltige und verantwortungsvolle Teilnahme der Kinder am Straßenverkehr“, sagt die Schulleiterin der GGS Brander Feld, Anke Schürings.

„Bewusstsein schärfen“

Projektleiterin Stephanie Küpper ergänzt: „Es soll das Bewusstsein der Kinder schärfen, wie wichtig es ist, nicht immer mit dem Auto zu kommen, sondern auch etwas für die Umwelt und ihre Gesundheit zu tun.“

Seit 2008 entwickelt sie das umfassende Mobilitätskonzept, denn es fiel auf, dass viele Eltern ihre Kinder vor allem wegen Sicherheitsbedenken direkt vor die Schule bringen. Das Konzept sorgt also nicht nur für eine höhere Selbstständigkeit und eine umweltbewusste Fortbewegung, sondern auch für mehr Sicherheit. Denn die vielen Autos direkt vor der Schule haben sicherlich keinen positiven Effekt.

So wurden Elternhaltestellen in kleiner Entfernung zur Schule eingerichtet, an denen Kinder aus weiter entfernten Orten abgesetzt werden können. Für die Kinder in der Umgebung der Schule wurden sogenannte „Meeting points“, also Treffpunkte für Kinder aus demselben Umkreis, eingerichtet. Hier kommen die Kinder morgens zusammen und können den Schulweg gemeinsam bestreiten.

Auch das Bistum Aachen beteiligt sich mit seiner Aktion „Autofasten“ an der Stempelaktion. Während der Fastenzeit bis zum 31. März soll das Auto in der Garage bleiben und stattdessen durch Alternativen ersetzt werden.

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