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Schule an der Barbarastraße: Entwicklung ist „niederschmetternd“

Von: Margot Gasper
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Aachen. Perspektiven für die Grundschulen: Der Entwurf des Schulentwicklungsplans Primarstufe für die Jahre 2013 bis 2018 ist am Dienstag offiziell im Schulausschuss eingebracht worden. Er sieht generell kleinere Klassen vor, besonders aber für Schulen, die in sozialen Brennpunkten arbeiten und/oder Kinder mit besonderem Förderbedarf unterrichten.

Das Montessori-Angebot soll ausgeweitet werden, für den Schulstandort Barbarastraße in Rothe Erde schlägt die Verwaltung die Schließung vor, die schrumpfende Grundschule in Horbach soll Teilstandort der GGS Richterich werden.

Bevor der rund 300 Seiten starke Plan im Oktober vom Stadtrat beschlossen werden soll, wird der Entwurf ausführlich diskutiert: in allen Bezirksvertretungen, erneut im Schulausschuss und vor allem in Beteiligungswerkstätten für die Schulen. Vor dem Start gab Schulrätin Ulla Roder allen Beteiligten einige Hinweise mit auf den Weg. Die Reduzierung der Klassenstärken sei „eine gute Entscheidung“, so Roder. Allerdings habe die Schulaufsicht dafür zu sorgen, dass die Lehrer „wirtschaftlich“ eingesetzt werden. Etwas besorgt nimmt Roder deshalb zur Kenntnis, dass die Zahl der zu bildenden Eingangsklassen nach dem Planentwurf steigen soll. Derzeit gibt es in Aachen 75 erste Klassen an den Grundschulen, nach dem Plan sollen es nächstes Jahr 78 sein. „Bei der Ressourcenverteilung gibt es aber keine Verbesserung“, sagte Roder. Die Zahl der Lehrkräfte müsse also auf noch mehr Schulen verteilt werden.

Erfreulich sei die Situation an den beiden Grundschulen in der Mataréstraße, die dabei sind, zu einem System zusammenzuwachsen. „Niederschmetternd“ nannte Roder dagegen die Entwicklung an der Barbarastraße. Die Schule ist schon seit einigen Jahren ein Teilstandort der Grundschule Brühlstraße in Eilendorf und steht nun endgültig vor dem Aus.

Es sei viel Kraft aufgewendet worden, um die Schule für den Stadtteil zu erhalten. „Aber das Sozialprofil an der Barbaraschule hat sich sogar noch weiter verschärft“, bedauerte die Schulaufsichtsbeamtin. „Die Hoffnung auf eine zumindest ansatzweise Vermischung der beiden Schulen hat sich nicht erfüllt. Viele Eltern rund um die Barbaraschule haben den Standort gemieden.“

Da die Entwicklung so deutlich in die falsche Richtung laufe, „plädiere auch ich für die Aufgabe des Standorts und eine sozialverträgliche Schließung“, sagte Roder.

Jahrgangsmischung für Horbach

Klare Worte auch zu Horbach: Selbst als Teilstandort sei die einzügige Schule nur zu halten mit einer konsequenten Jahrgangsmischung. „Ob die Eltern damit zufrieden sind, bleibt abzuwarten.“

Die Beteiligungswerkstätten, die erstmals eingerichtet werden, um die Schulen stärker am Entscheidungsprozess zu beteiligen, sind für nächste Woche angesetzt.

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