Aachen - Schüsse in der Metzgerstraße: Weiterer Zeuge nährt Zweifel

Schüsse in der Metzgerstraße: Weiterer Zeuge nährt Zweifel

Von: Wolfgang Schumacher
Letzte Aktualisierung:
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Tatort Metzgerstraße: Hier kam es zu den Schüssen auf eine Personengruppe.

Aachen. Erneut wurde im Prozess um die Schüsse in der Metzgerstraße ein Zeuge vernommen, der am Donnerstag die mutmaßliche Unschuld eines der drei Angeklagten bestätigte. In dem Strafprozess um eine unschöne Familienfehde mit einer gefährlichen Schusssalve am Abend des 17. Juni letztes Jahr an der Ecke Feld- und Metzgerstraße sitzen eventuell mit dem Security-Unternehmer Christian V. (36) und dem Aachener Boxer Denis S. (24) die falschen Leute auf der Anklagebank.

Nur der Dritte im Bunde, Gabriel V. (29), hat die Tat vor einer Schwurgerichtskammer des Aachener Landgerichts (Vorsitz Richter Hans Wimmer) gestanden und in seinem Geständnis direkt niedergelegt, dass Christian V., der sein Halbbruder ist, und Denis S. nicht dabei waren, sondern im Gegenteil zu Hause in der Wohnung von Christian V. auf ihn warteten. Die Fahrt in die Metzgerstraße sei im übrigen ohne Wissen des Bruders geschehen.

Am Donnerstag nun sagte ein mit der Ehefrau von Christian V. verwandter Zeuge (die Ehefrauen sind Cousinen) aus, der mehr der anderen Prozessseite, einer Familie mit vier Brüdern aus der Feldstraße, zuzuordnen ist und gleichfalls zu den Beschossenen gehörte. Er schilderte, wie sich der Konflikt zwischen den beiden eigentlich befreundeten Familien aufschaukelte, so sehr, dass sich am Tierpark bis zu 200 anscheinend gewaltbereite Männer gesammelt hätten.

Doch auch Techniker Treico F. (41) bestätigte, dass er unmittelbar nach der Schusssalve mit hoher Geschwindigkeit zu Christian V. nach Hause gefahren sei und ihn dort angetroffen habe. Auf der Fahrt habe er sogar das mutmaßliche Tatfahrzeug überholt, der geständige Halbbruder sei erst bei Christian V. erschienen, als er diesem bereits selber Vorhaltungen machte, warum er die Fehde so weit habe kommen lassen. V. habe nicht am Tatort gewesen sein können. Der Prozess geht am 24. Januar weiter.

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