Schüler gestalten ihre Mode

Von: Kim Döpke
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Neue Mode vor alten Maschinen: Zum Abschluss des Projekts präsentieren die jungen Leute die selbst entworfenen Kreationen. Foto: Roeger

Aachen. Mode ist für Jugendliche ein wichtiges Thema. Dass die Kleidung nicht immer von der Stange kommen muss, haben die Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule für Gestaltung und Technik (GuT) und des Maastrichter Gymnasiums Porta Mosana in einem einwöchigen Modedesign-Projekt gelernt.

 Es ist Teil der Kunst- und Kulturinitiative zur Wollroute „world-wide-wool.net“, die von der Jugendkunstschule in der Bleiberger Fabrik und „aachenstricktschön“ ins Leben gerufen wurde.

Die Jungen und Mädchen von 16 bis 20 Jahren erlebten gemeinsam mit der Künstlerin A.M. Can und der studierten Modedesignerin Aylin Can in die Welt der Stoffe und Schnitte. „Wir haben viel Wert darauf gelegt, den Schülern zu vermitteln, dass man Mode auch selbst machen kann und es Alternativen zu den Billiganbietern gibt. Einige wünschen sich jetzt zu Weihnachten eine eigene Nähmaschine“, freut sich A.M. Can. Gemeinsam wurde an Schnitten gearbeitet, Materialien wurden ausgesucht und genäht.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Je zwei Herren- und Damen-Outfits für Sommer und Winter haben die Teilnehmer kreiert. „Teilweise wurden in den Kleidungsstücken alte Kissenbezüge und Wolldecken verarbeitet – mit genug Kreativität kann man auch aus ausgedienten Sachen tolle Mode machen“, weiß Designerin Aylin Can.

Abgerundet wurde der Ausflug in die Modewelt durch ein Fotoshooting. Die Kulisse dafür hätte nicht passender sein können: das Tuchfabrikationsgelände in der Soers. Die ehemalige Färberei ist heute in der Hand des Aachener „Tuchwerk“ Vereins, der es den Schülern auch ermöglichte einen Blick in das Archiv zu werfen. „Wir haben viele Stoffe und Beispiele für Mode aus den 50er und 60er Jahren, eine tolle Möglichkeit, um Interessierten die technische und modische Entwicklung nahezubringen“, erklärt Andreas Lorenz von „Tuchwerk“.

Bei den Schülern hat der Ausflug in die Modewelt bleibenden Eindruck hinterlassen: „Wir haben viel gelernt und konnten uns ausprobieren. Ich habe vorher schon mit dem Gedanken gespiel,t Modedesigner zu werden, und habe jetzt vor, dieses Ziel jetzt noch stärker in den Blick zu nehmen“, resümiert Moise Tshibamba seine Erfahrungen in der Projektwoche.

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