Aachen - Schüler aus Aachen und Châlons-en-Champagne meistern Filmprojekt

AN App

Schüler aus Aachen und Châlons-en-Champagne meistern Filmprojekt

Von: Lee Beck
Letzte Aktualisierung:
6441736.jpg
Stellten das deutsch-französiche Projekt vor: Honorarkonsul Wolf Steinsieck (l.) und Zeitungsmuseumschef Andreas Düspohl.

Aachen. Die Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich soll gelebt werden: Im Zuge des 50-jährigen Jubiläums des von Konrad Adenauer und Charles de Gaulle geschlossenen Elysée-Vertrags haben sich acht Schüler vom Sankt Ursula Gymnasium Aachen und der französischen Schule „Lycée Ozanam in Châlons-en-Champagne getroffen, um ein Filmprojekt zu meistern.

„Arbeiten in Frankreich – Oh la la la“ oder „Travailler en Allemagne – Oh la la la“ ist der Titel des Kurzfilms, der die gegenseitigen Vorurteile der beiden Gesellschaften aufs Korn nimmt. Während die Franzosen oft auf ihre Vorliebe für Baguette, Käse und Wein reduziert werden, feiern die Deutschen das ganze Jahr lang Oktoberfest in Dirndl und Lederhosen.

„Vorurteile sind oft die Barrieren, die im Weg stehen und eine Freundschaft schwierig machen“, sagt Kristin Balthasar, Lehrerin am Sankt Ursula Gymnasium. Im Rahmen des Projektaufrufs „Frankreich und Nordrhein-Westfalen im Dialog zu „50 Jahre Élysée-Vertrag 2013“ wurde die Idee und Konzeption des Films von der deutsch-französischen Jury als förderwürdig eingestuft. Insgesamt erhielten nur 20 eingereichte Ideen diese Zusage. Unterstützt wurde das Projekt vom Land NRW, vom Komitee Aachen-Reims und vom Internationalen Zeitungsmuseum der Stadt Aachen.

Zuerst trafen sich alle Schüler in Frankreich, um die Idee und das Storyboard des Films zu entwickeln und sich kennenzulernen. Nach rund fünfstündigem Dreh fuhr die Truppe nach Aachen, um dort im „Medialab“ des Zeitungsmuseums zu schneiden und zu vertonen. „Das ist ein würdiger Rahmen, um unseren neuen Didaktik-Raum das erste Mal zu benutzen“, so Andreas Düspohl, Direktor des Zeitungsmuseums.

Vergangene Woche wurde das Austauschprojekt im Deutsch-Französischen Kulturinstitut, Theaterstraße 67, vorgestellt. „Wir haben viel zusammen gelacht“, sagt der französische Schüler Hugo Lucas über den fünftägigen Austausch. Insgesamt sei es eine gute Stimmung gewesen und man habe nicht nur viel über das Produzieren von Filmen, sondern auch über die andere Kultur gelernt.

Auch ihre Sprachkenntnisse haben die Schüler aufgebessert. „Es muss das Bewusstsein gestärkt werden, dass auch mehr Berufschancen erreicht werden, wenn Jugendliche Französisch lernen“, sagt Honorarkonsul Wolf Steinsieck.

Der Film ist auf Youtube unter dem Titel „Arbeiten in Frankreich – Oh la la la“ zu sehen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert