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Schnäppchenjagd im Theater

Von: Heinrich Schauerte
Letzte Aktualisierung:
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Coole Klamotten und fesche Garderobe für wenig Geld: Das Theater Aachen brauchte Platz im Fundus und lud zum Kostümbasar. Der Andrang im Mörgens war beeindruckend. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Bevor das Theater auch noch seine Kostüme in Eupen lagern muss, verkauft es die lieber ab und zu. Was eignet sich dafür besser als die Vorkarnevalszeit?

Wer das Mörgens noch nicht gekannt haben sollte, brauchte am Sonntag nicht lange zu suchen: immer den Menschenmassen nach.

Mindestens hundert Meter lang war die Schlange schon lange vor 15 Uhr. Schlossherrin war Manuela vom Maskenbildnerstudio aus Vaals, denn „ich stand schon um 13.30 Uhr am Schloss”. Was sie sucht? „George Clooney natürlich, aber auch Gold, Silber, Brokat, halt was Ausgefallenes.”

Dann ging es rein, mindestens wie früher beim Schlussverkauf, aber immer in kleinen Gruppen, sonst wäre das Chaos ausgebrochen. Das brach aber dann trotzdem fast aus, denn für die Eingeklemmten im Vorraum gab es kein Vor und Zurück mehr, mindestens zwanzig Minuten lang. Nichts für Leute mit Platzangst.

Drinnen hat einer schon nach wenigen Sekunden die Arme voll mit einem riesigen Teil, das wie eine Eistüte aussieht. Was man damit macht? „Da basteln wir schon was draus.” Die ersten Damen suchen verzweifelt nach einem Spiegel, aber da ist keiner. Dafür ist es preiswert, tröstet sich eine, da kann man schon mal einen Fehlkauf riskieren.

Hinter den Bambusstangen fangen sie an, die Sachen anzuprobieren. Auch Christine aus Vaals hat was gefunden und präsentiert sich: „So gehe ich als Zigeunerin”.

Ab einem Euro

Viele Stücke gibt es schon für einen Euro, nur ganz Ausgefallenes kostet mehr als zehn Euro. Nach zehn Minuten stehen die ersten Männer schon als Packesel herum, während die Damen weitere Schnäppchen anschleppen.

Ein Herr sucht eigentlich nur seine Frau. Einer Dame ist das Kleid leider zu eng, schade. Eine andere ist ebenfalls unzufrieden, man weiß nicht, ob mit der Kleidung oder mit sich: „Das mit den Größen klappt nicht so”.

Gefährliches Glatteis lauert bei der unbedarften Reporterfrage an eine fesche Dame, ob man dieses schöne Teil auch hier gefunden habe. Wenn Blicke töten könnten!
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