Aachen - Schmuck aus Scherben: Ausstellung der Handwerkdesigner

Schmuck aus Scherben: Ausstellung der Handwerkdesigner

Von: Kathrin Albrecht
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23 junge Frauen und Männer haben es geschafft: Mit Bravour haben sie die Ausbildung an der Akademie für Handwerksdesign auf Gut Rosenberg durchlaufen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Grund zum Feiern hatten am Samstag 23 Absolventen der Akademie für Handwerksdesign Gut Rosenberg. Nach einem anspruchsvollen und vielseitigen dreijährigen Studium konnten sie als frischgebackene Handwerks­designer ihre Zeugnisse aus der Hand von Handwerkskammerpräsident Dieter Philipp entgegennehmen.

Sieben Absolventen schlossen ihr Studium parallel zum Studium mit dem Meisterbrief in ihrem Gewerk ab. Parallel zur Zeugnisübergabe zeigten die Absolventen ihre Examensarbeiten in einer Ausstellung.

„Die faszinierenden Exponate zeugen von dem Schatz an Wissen, das sie während Ihrer Ausbildung hier erworben haben“, würdigte Philipp die Arbeit der Absolventen und prophezeite ihnen eine positive berufliche Zukunft. „Handwerker, die hier ihr Examen ablegen, haben es drauf.“

Seit ihrer Gründung vor 26 Jahren habe sich die Akademie in Deutschland und im nahen Ausland zur einer Marke entwickelt. Vor allem der Studiengang „Two in one“, bei dem sich die Studierenden nicht nur Fertigkeiten in der Gestaltung, sondern auch Kenntnisse in Betriebsmanagement aneignen, zieht Bewerber aus dem gesamten Bundesgebiet an.

2008 gab es dafür vom Bundesinstitut für berufliche Bildung den Innovations- und Weiterbildungspreis. Regelmäßig belegen Studierende und Absolventen der Akademie vorderste Plätze bei nationalen Wettbewerben.

Konditor bis Steinmetz

Auch der 26. Studiengang zeichnete sich durch ein hohes Maß an Individualität der Studierenden aus, bescheinigte Akademieleiter Wolfgang Kohl den Absolventen, die sich mit einem kurzweiligen Videofilm von ihrer Ausbildungsstätte verabschiedeten. Ob Konditor, Graveurin, KfZ-Mechatroniker oder Steinmetz, sie alle bedruckten mit kreativen und eigenwilligen Examensarbeiten.

Wie der Tischler Felix Blodig, der aus Holz und Textilgeflecht Sitzhocker entwickelte, die entfernt an Schaukelpferde erinnern. Oder die Goldschmiedin Julia Blöbel, die aus digitalen Übertragungen von Musik Schmuckstücke entwickelte und damit „tragbare Musik“ erschuf.

Die Glasveredlerin Pauline Drisner bewies, dass Glasscherben nicht nur Glück bringen, sondern auch als Schmuck genauso atemberaubend aussehen können wie teure Edelsteine.

Doppelten Grund zur Freude hatte die Tischlerin Regina Sander. Sie erhielt als Jahrgangsbeste einen Förderpreis von 1000 Euro von der Stiftergemeinschaft zur Förderung des Handwerks in der Region Aachen, zu der der Heinsberger Gold- und Silberschmied Johannes Hieronimi, die Aachener Bank und die Signal Iduna Versicherung gehören.

Alle Arbeiten sind zu sehen

„Dieses Studium war einfach eine tolle Möglichkeit, etwas für mein Handwerk zu lernen“, resümiert Regina Sander ihre dreijährige Ausbildung. Und sie eröffnete die Möglichkeit, auch mit Materialien zu experimentieren, die in der Tischlerei eher selten zum Gebrauch kommen – für ihre Examensarbeit entwarf sie Besteck.

Ihre Arbeit sowie die übrigen Examensarbeiten sind vom 17. Bis zum 30. Juli in der Zentrale der Aachener Bank, Theaterstraße 5, ausgestellt.

Besucher haben dann auch die Möglichkeit, ihren Favoriten im Rahmen des „Rosenberger Designpreises“ zu wählen. Die besten drei gestalterischen Arbeiten werden ausgezeichnet.

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