Schlüsselloch-Rocknacht: Die härteren Töne gehen ins Ohr

Von: Nina Krüsmann
Letzte Aktualisierung:
8671812.jpg
46. Schlüsselloch-Rocknacht im Saalbau Rothe Erde: Das Trio Katortz konnte viele Anhänger mobilisieren. Es überzeugte mit seinem psychedelischen Alternative Rock. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Kult bei Kappertz ist seit 29 Jahren die Rocknacht, die mittlerweile traditionell am 2. Oktober stattfindet. Bereits in Vor-Feiertagslaune feierten die Rock-Fans diesmal mit den drei Bands The Dirty Minds, Katortz und Grey Attack.

Es war die 46. Auflage der Schlüsselloch-Rocknacht im Saalbau Rothe Erde. „In den Anfängen ab 1985 war Aachen Livemusik-mäßig tot, es gab nur Musik aus der Konserve, und wir haben eine riesige Nachfrage bedient. Einmal hatten wir sogar sechs Rocknächte in einem Jahr“, sagt Veranstalter Herbert Senden. Heute sind es manchmal noch zwei, je nachdem wie viele tolle Bands er findet, die ein solch großes Publikum verdient haben.

Der Vater der Rocknacht freute sich diesmal über die jungen Musiker von The Dirty Minds, die ihre Feuerprobe bei Kappertz bestanden haben. Als Eisbrecher machten die Nachwuchsmusiker aus dem Aachener Nordkreis hauptsächlich mit ganz hartem Hard Rock, aber auch Rock‘n‘Roll eine gute Figur. Schnell brachten Christian Molls, André Dumont, Niklas Dammers und Helge Liepertz die ersten Gäste in Stimmung.

Viele Stammgäste

„Hier sind natürlich viele Stammgäste aus meiner Kneipe und viele langjährige Fans der Rocknacht, die ich per Handschlag begrüße. Aber jede Band bringt natürlich auch gezielt ihre eigenen Anhänger mit“, erklärt Senden, der am Boxgraben die dem Rock-Konzert namengebende Rock-Kneipe „Schlüsselloch“ betreibt.

Viele Anhänger konnten Katortz mobilisieren, die in Aachen keine Unbekannten mehr sind. Karsten Nordhausen (KA), Toschi Trebes (TO) und Stefan Schwartz (RTZ) sind seit 2009 in der Aachener Szene unterwegs und haben schon öfter bei Senden gespielt.

Die Drei machten es ganz schön spannend, denn erst nach geschlagenen 45 Minuten Pause enterten sie die Bühne. Aber das Warten hatte sich gelohnt: „Irgendwas ist immer“, sangen sie, und das Publikum war irgendwie begeistert. Die deutschen Texte haben Tiefgang, die Musik beschreibt das Trio als „Alternative Rock mit psychedelischen Einflüssen“. Das kam an, Zugaben wurden fällig, bis das Mikrophon unweigerlich an die dritte Band weitergereicht wurde.

Die langjährigen Szene-Kräfte der Formation Grey Attack versprühten auf der Bühne gehörig Energie, gepaart mit unbändiger Spielfreunde. „Bei allen drei Bands springt der Funke bei Live-Auftritten sofort auf das Publikum über“, attestiert Herbert Senden, der die Teilnehmer für den Rock-Festivalabend in seiner Kneipe „castet“ und jene einlädt, die den Live-Test bestanden haben. Nun, an seinem großen Abend, auf den er lange hingearbeitet und sich vor allem riesig gefreut hat, steht er mit Hut und Weste im Hintergrund und hört sich alles genussvoll an.

CD präsentiert

Die Hardrocker von Grey Attack, Grey Charlez (Gesang/Gitarre), Frank Le Gov (Bass), Wulff H. Mahn (Gitarre) und J.F.K. (Schlagzeug), präsentierten ihre erste CD. Alle vier verfügen über langjährige Erfahrungen im Musikgeschäft und auf den Bühnenbrettern – und das ließ die Stimmung in der Kappertz-Hölle noch einmal steigen. Modern geprägter, facettenreicher Hard‘n Heavy-Rock bildete das Finale der Rocknacht, die einmal mehr einen spezifischen Musikgeschmack bedient hat. Diese Nische ist mit Herbert Sendens Kult-Rock-Reihe in Aachen perfekt besetzt.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert