Aachen - Schlechte Aussichten für Ortsumgehung Eilendorf

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Schlechte Aussichten für Ortsumgehung Eilendorf

Von: Peter Langohr
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Es gibt kein Thema, das länger auf der politischen Agenda des Stadtbezirks steht als die Umgehungsstraße.

Seit rund 20 Jahren beschäftigt die Straße, die vom Geisberg an der Grenze zu Stolberg bis zur Einmündung der Debyestraße in die Nordstraße führen und zugleich Zubringer für eine neue Anschlussstelle der Autobahn 44 in Höhe des Parkplatzes „Relais Königsberg” sein soll, die Eilendorfer Bezirksvertretung. Jetzt wurde ein neues Kapitel aufgeschlagen - eines, das aus Sicht vieler Eilendorfer wenig Gutes verheißt.

Die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung wollte wissen, wie es denn nun um die Ortsumgehung steht, deren Bau eigentlich bereits im vergangenen Jahr hätte begonnen werden sollen. Daher richtete man über das zuständige Fachamt der Stadt eine Anfrage an das NRW-Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr. Die Antwort aus dem Hause des Ministers Harry Voigtsberger, von 1979 bis 1999 Ratsherr in Aachen, bot nur wenig Anlass zum Optimismus.

Vorentwurf in Arbeit

Nach dem im vergangenen Jahr durch die neue Landesregierung verhängten Baustopp für alle noch nicht im Bau befindlichen Straßenneubauten stellt sich die Situation für die Eilendorf so dar, dass der Vorentwurf derzeit in Arbeit ist und voraussichtlich im dritten Quartal diesen Jahres fertiggestellt wird.

Allerdings heißt das noch nicht viel, denn die Landesregierung hat deutlich gemacht, dass sie angesichts knapper Mittel dem Erhalt des bestehenden Straßennetzes Vorrang einräumt. In der Konsequenz bedeutet dies, dass alle anstehenden Straßenplanungen einem „Priorisierungsprozess” unterworfen werden, also nach Wichtigkeit in einer Rangfolge eingestuft werden.

Der Prozess ist noch nicht abgeschlossen, so dass zur Zeit niemand sagen kann, wo die Eilendorfer Ortsumgehung landen wird und ob sie dann von der Platzierung her eine Chance auf Realisierung hat. In der Bezirksvertretung wurde als frühester Termin für einen möglichen Baubeginn das Jahr 2014 genannt, allerdings nur dann, wenn die Priorität des Projekts hoch genug ist.

Abstimmung mit Stolberg

Angesichts dieser Situation sind die Mitglieder der Bezirksvertretung einmütig der Auffassung, dass versucht werden solle - auch in Abstimmung mit der Stadt Stolberg, die vor allem wegen des Autobahnanschlusses sehr interessiert ist - die Entscheidung so zu beeinflussen, dass Eilendorf seine Ortsumgehung bekommt. Die ist nämlich nach Meinung aller angesichts der Verkehrsmengen und der Umweltbelastung auf der Von-Coels-Straße dringend erforderlich.

Fast ein wenig resigniert klang angesichts dieses Sachstandes Rolf Schäfer (SPD): „Ich hoffe, ich erlebe es noch.” Schäfer ist in der Eilendorfer Bezirksvertretung der einzige, der die Diskussionen um die Umgehungsstraße, die vor etwa 20 Jahren begannen, von Anfang an mitgestaltete.
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