Schagenstraße: 22 Wohnungen jetzt barrierefrei

Von: Martina Stöhr
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Präsentierten jetzt stolz das Wohnprojekt in der Schagenstraße: Willi Kaußen, Kundenbetreuer der Gewoge, Petra Pade, Architektin, Bernd Botzenhardt, Gewoge-Vorstand, Frank Adolphs, Technischer Vorstand (v. l.). 22 Wohnungen für Menschen mit Behinderungen wurden hergerichtet. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Lesen, lachen, chillen und gemeinsam den Haushalt schmeißen. So stellt sich die 20-jährige Alina ihr Leben mit ihren Mitbewohnern in der neuen Wohnung in der Schagenstraße vor. Dort haben Gewoge und Lebenshilfe ein Wohnprojekt ins Leben gerufen, bei dem vor allem Menschen mit Behinderungen auf ihre Kosten kommen sollen.

22 Wohneinheiten wurden hier barrierefrei, rollstuhlgeeignet oder barrierereduziert ausgebaut. Außerdem gibt es einen gemeinsamen Wohntreff und einen Servicestützpunkt. Denn ein Team der Lebenshilfe wird sich vor Ort um die Belange der neuen Bewohner kümmern. Monika Winand, Fachbereichsleitung Wohnen bei der Lebenshilfe, sieht in dem Projekt einen großen Schritt in die richtige Richtung. Denn auch Menschen mit geistigen oder auch anderen Behinderungen wünschten sich, eigenverantwortlich und selbstbestimmt zu leben, sagt sie. In der Schagen-straße können sie das nun tun. In Wohngemeinschaften mit zwei oder drei Bewohnern. Bei der offiziellen Einweihung des Projekts hatten die Besucher Gelegenheit, sich die neuen Wohnungen und den Wohntreff anzusehen.

1,3 Millionen Euro hat die Gewoge investiert, um die Wohnungen so herzurichten, dass sie zum Teil auch für Rollstuhlfahrer geeignet sind. 85 bis 95 Quadratmeter stehen den neuen Bewohnern zur Verfügung. Die Lebenshilfe kann sechs der neuen Wohnungen für ihre Schützlinge nutzen. Der Wohntreff, der von der Gewoge zur Verfügung gestellt wird, soll das Herzstück des Projektes werden. Ihn mit Leben zu füllen, wird Aufgabe der nächsten Monate sein, wie Monika Winand meint.

„Das Thema Wohnen ist eine gigantische Herausforderung für die Stadt Aachen“, sagte Oberbürgermeister Philipp bei der Einweihung. Viele Tausend Wohnungen seien im Bau, um der Nachfrage gerecht zu werden. Vor allem der doppelte Abiturjahrgang stelle die Stadt vor große Herausforderungen. Das Projekt der Gewoge an der Schagenstraße sei beispielhaft gelungen, meinte der Oberbürgermeister. Jetzt gelte es, das Konzept mit Leben zu füllen.

Außen wird noch gestaltet

Und so bleibt auch noch einiges zu tun in nächster Zeit. Die Außenanlagen sind noch nicht gestaltet, und auch die Treppenhäuser müssen noch gestrichen werden. Das allerdings soll erst dann geschehen, wenn alle Bewohner eingezogen sind, so Frank Adolphs, Vorstand der Gewoge. Zurzeit sind die ersten Bewohner vollauf damit beschäftigt, sich in den neuen Räumlichkeiten einzurichten. Und dabei ließen sie sich gern von den Besuchern über die Schultern schauen.

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