Kornelimünster - Sanierung offenbar erfolglos: In der Kita müffelt es wieder

Sanierung offenbar erfolglos: In der Kita müffelt es wieder

Von: Georg Dünnwald
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Bleibt bis auf weiteres geschlossen: In der Kita an der Alfons-Gerson-Straße stinkt es wieder gewaltig, trotz mehrmaliger Sanierung. Foto: Michael Jaspers

Kornelimünster. Das schöne Wetter am Donnerstag hatte klare Vorteile. Die Erzieherinnen der Kindertagesstätte Alfons-Gerson-Straße machten mit den Kindern einen Ausflug in den Wald. Denn ins Gebäude durften sie nicht. Das ist vorerst geschlossen, weil‘s drinnen gewaltig stinkt.

Schriftlich hatte Elke Münich, Fachbereichsleiterin Kinder, Jugend und Schule, mitgeteilt, dass die Kita geschlossen bleibt. Zurzeit sucht die Stadt nach Auskunft von Björn Gürtler vom städtischen Presseamt händeringend nach einem Ausweichquartier für die 83 Kinder und 16 Erzieherinnen und Kinderpflegerinnen. Das zeigt, das es wohl auch eine Zeit lang dauern wird, bis die Räume an der Alfons-Gerson-Straße wieder bezogen werden dürfen.

Wieder, wie schon einige Male vorher, kamen nämlich Beschwerden aus der Belegschaft und von Elternseite über den merkwürdigen Geruch in der Kindertagesstätte, der zudem Kopfschmerzen, tränende Augen, Schwindelgefühle und Unwohlsein verursachte. „Irgendwie ist das ein komischer Geruch, muffig ist er, nach Gummi riechend“, versucht Gürtler zu erklären.

Aber woher kommt er? Fachleute messen nun wieder in den Räumen. Wie schon vor zwei Jahren. Da wurde die Raumluft von Mitarbeitern eines unabhängigen Instituts auf Schadstoffe abgeklopft, weil die Symptome auch damals schon auftraten. Gefunden wurde nichts. Trotzdem wurde seinerzeit der Linoleumboden ersetzt. Ende vergangenen Jahres klagten Mitarbeiterinnen und Eltern wieder über Atemnot und Übelkeit. Und wieder ergaben Luftmessungen nichts. Und wieder wurden die Böden in den drei Räumen ausgewechselt.

In diesem Jahr wurde das Gebäude in den Oster- und Sommerferien saniert. „Aber die Sanierung war offensichtlich nicht erfolgreich“, sagt Gürtler. Obwohl die Bodenbeläge herausgenommen, die Kleberschicht komplett und die oberste Estrichschicht abgeschliffen wurden. Dennoch: „Es riecht stark und ausgesprochen unangenehm.“ Jetzt hat sich das Gebäudemanagement wieder mal der Sache angenommen. Neben der Suche nach geeigneten Ersatzräumen steht wahrscheinlich eine weitere Sanierung bevor.

Ergebnisse am Montag

Am Montag werden die Ergebnisse der Messungen des noch einmal engagierten unabhängigen Instituts vorliegen, dann könnten auch mehr Informationen weitergegeben werden. „Den Eltern wird rechtzeitig bekanntgegeben, wenn wir ein Ausweichquartier gefunden haben“, verspricht Björn Gürtler.

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