Aachen - Sabine Jacobs: Künstlerisch sehr auf Draht

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Sabine Jacobs: Künstlerisch sehr auf Draht

Von: Ingrid Peinhardt-Franke
Letzte Aktualisierung:
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Aus Draht fertigt die Künstlerin Sabine Jacobs ihre Werke, die noch bis zum 24. Februar im Kulturwerk zu sehen sind. Foto: Harald Krömer

Aachen. Leicht lässt die Monschauer Künstlerin Sabine Jacobs den Draht zu filigranen, naturnahen Formen fließen, um ihn dann mit Papier zu ummanteln und in ein grünliches Licht zu färben. So entstehen große Skulpturen und kleine Objekte, die bei aller Zartheit mehr als ein Hauch von Material und Form sind.

Architektonische und andere Gefüge entstehen durch Linien- und Gitterverläufe, runde und längliche Blattformen und ihre Verknüpfungen miteinander. Immer schimmert das grünliche Licht des Wachstums heraus, intensiviert sich und verblasst mit dem Licht des Raumes und der Bewegung, die der Betrachter allein durch seine Schritte bei den hängenden Objekten auslöst.

Der erste Eindruck gilt dem „Fließ“, einem rund fünf Meter langen schwebenden fischartigen Objekt, das seinen Namen einer alten Bezeichnung für Fluss verdankt. Der Fließ würdigt mit seiner blattartigen, beweglichen Struktur und seinem wässrigen Farbton die Natur und stellt Korrespondenzen zu allen Arbeiten, die Sabine Jacobs in die helle Galerie des Kulturwerks in den Aachen Arkaden gebracht hat, her. Wie moderne Kirchenfenster präsentieren sich zwei in Weiß gehaltene Wandobjekte, die mit ihrer strengen Linienführung beeindrucken, nahezu wild-wuchernd gibt sich hingegen „Natura“, ein grünes, florales Werk, das in seiner Energie unbegrenzbar scheint.

Neu ist eine Arbeit wie „Spirit“, in der sich die dichten Drahtgespinste zu längeren Linien ausdehnen und die Weite von Freiheit andeuten, aber auch eine große malerische Zeichnung namens „Historie“, in der sich aufwühlende dunkle Verdichtungen zu luftigen Gebilden entwickeln. Hier zeigen sich erste Aufbrüche der Künstlerin hin zu einer neuen Formensprache, die mit Zeichnungen nach Blicken aus dem Fenster oder gehörten Klängen belegt werden.

Die Ausstellung ist in ihrer Leichtigkeit, ihrer frühlingshaften, wässrigen Farbigkeit und ihren vielfältigen Korrespondenzen unbedingt sehenswert. Zu erleben ist sie noch bis zum 24. Februar im Kulturwerk der Aachen Arkaden, Trierer Straße 1. Geöffnet ist sie montags bis samstags von 13 bis 20 Uhr. Die Vernissage findet statt am Samstag, 27. Januar, um 18 Uhr.

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