Aachen - Runder Tisch hat erste Ideen für ein besseres Miteinander im Westpark

Runder Tisch hat erste Ideen für ein besseres Miteinander im Westpark

Von: Martina Stöhr
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Aachen. „Es ist nicht unsere Aufgabe, alles zu unterbinden“, sagt Armin Bergstein, Leiter der Abteilung Ordnungs- und Sicherheitsdienste im Fachbereich Sicherheit und Ordnung der Stadt, mit Blick auf den Westpark. Dort wird gerade bei sonnigem Wetter eifrig gegrillt und gefeiert, nicht selten zum Leidwesen der Anwohner.

Übrig bleiben Berge von Müll, denen der Aachener Stadtbetrieb kaum noch Herr werden kann. Mehr Mülleimer sind jedenfalls keine Lösung, meint Dominik Sundarp, Abteilung Grün- und Friedhofspflege beim Aachener Stadtbetrieb. „Der Westpark wächst uns mülltechnisch über den Kopf“, sagte er, als sich jetzt Vertreter der politischen Fraktionen des Bürgerforums, der VKM (Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte), Vertreter der Stadt und des Asta trafen, um gemeinsam über eine Lösung der Probleme im und am Westpark nachzudenken.

Und die sind offensichtlich nicht zu unterschätzen. Lärmbelästigungen in unmittelbarer Nähe des Altenheims St. Elisabeth an der Welkenrather Straße, Geruchsbelästigungen durchs Grillen, Berge von Müll, laute Musik und Unmengen von Besuchern in Feierlaune sind das Szenario, mit dem die Anwohner vor allem an sonnigen Wochenenden – wie etwa zuletzt an den Pfingsttagen – zu rechnen haben. Trotzdem sei es Pfingsten zu keinen besonderen Zwischenfällen gekommen, wie Bergstein vermeldet. „Wir treffen dort nicht auf eine Horde von wilden Menschen“, sagt er. Man schreite nur dort ein, wo es wirklich nötig sei und komme dabei gut zurecht. Trotzdem nimmt der Runde Tisch die bereits im Bürgerforum vorgetragenen Beschwerden der Anwohner Ernst.

Laut David Wackersbauer vom Asta, der Vertretung der Studenten, liegt das Problem in erster Linie in den mangelnden Alternativen zum Westpark. „Das erste, was jedem in den Sinn kommt, ist der Westpark“, sagt er und fordert, andere Orte attraktiver zu gestalten. Dann nämlich würde sich das Problem im Westpark entschärfen. Eine Maßnahme in diese Richtung könnte sein, die entsprechende Webseite der Stadt attraktiver zu machen. Die nämlich verweise zwar auch auf andere Grillplätze wie die Hollandwiese, die entsprechenden Hinweise seien aber so schlecht, dass man die Wiese kaum finden könne, meinte Gunter von Heyn, Piraten. Außerdem sollten Hinweisschilder vor Ort die Flächen auch explizit als Grillplätze ausweisen.

Auch der Vorschlag, „Silentiadoren“ im Westpark einzusetzen, trifft auf große Gegenliebe. Die könnten dann dafür sorgen, dass die Feierlaune im Westpark nicht überhand nimmt. Asta-Vertreter Wackersbauer jedenfalls zeigt sich begeistert. Gemeinsam mit dem Ordnungsamt könnte man überlegen, wie solche „Silentiadoren“ eingesetzt werden könnten. Gedacht ist an Studenten, die den Job als geringfügige Beschäftigung ausüben.

Und was den Müll betrifft, gibt es noch eine ganz besondere Anregung: Nicht mehr Mülltonnen, sondern gar keine mehr. Jeder Besucher des Westparks sollte sich selbst um seinen Müll kümmern und ihn wieder mit nach Hause nehmen. Denn je mehr Mülltonnen man aufstelle, desto größer würden die Müllberge, die sich anhäuften, meint Sundarp. Und was den Müll im Westpark betrifft, ist das Limit offensichtlich schon lange erreicht.

Bezirksbürgermeisterin Marianne Conradt zeigt sich zufrieden mit diesen ersten Ergebnissen. Dennoch will sich der Runde Tisch erneut treffen, um darüber nachzudenken, wie der Westpark schöner gestaltet werden kann.

Schon jetzt nutzt ihn der VKM für Feste und Flohmärkte und trifft dabei nach Angaben von Rebecca Dufke auf vielfältig interessierte Besucher. Das Motto des VKM „Wir alle – Gemeinsam leben am Westpark“ dürfte dem Runden Tisch aus der Seele sprechen.

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