Aachen - Rund um die Schanz kommt es regelmäßig zu größeren Staus

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Rund um die Schanz kommt es regelmäßig zu größeren Staus

Von: hau
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Ein Blick von der Lütticher Straße in Richtung Schanz: Das Teleobjektiv zieht den Raum zusammen, doch so viele Halteverbotsschilder stehen tatsächlich auf der Fahrbahn. Foto: Harald Krömer
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Von Vaalser und Junkerstraße aus geht in Richtung Schanz manchmal gar nichts mehr. Foto: Harald Krömer

Aachen. Zustellerin Jacqueline Bremen ist gleich von zwei Baustellen betroffen. Sie wohnt am Krugen­ofen und trägt Briefe und Pakete an der Lütticher Straße aus. „Es ist schon anstrengend“, sagt sie, ihr schweres Postrad über den aufgerissenen Gehweg lavierend: „Aber in Aachen ist dauernd etwas. Wenn irgendwo etwas fertig ist, wird woanders wieder etwas aufgerissen.“

Eine Mutter mit ihrem zweijährigen Kind will in den Geschäften an der Lütticher Straße ihre Besorgungen erledigen und findet die Situation ebenfalls beschwerlich: „In die Bäckerei und die Apotheke kann ich mit dem Kinderwagen nur schwer kommen.“ Der Bürgersteig ist nämlich ausgeschachtet, die zu überwindende Stufe sehr hoch. Das macht auch der 84-jährigen Ingeborg Gypser zu schaffen, die sich mühsam mit Stock und Einkaufswagen vortastet: „Das muss verändert werden. Man muss hier wieder vernünftig gehen können.“ Probleme hat auch Wilhelm Thomas (89) mit seinem Rollator: „Dass es gemacht werden muss, ist klar. Aber es muss schnell gehen.“

Doch ganz so schnell wird es nicht gehen. Der Ausbau der Lütticher Straße zwischen Schanz und Körnerstraße wird sich noch bis zum Jahresende hinziehen. Sie ist seit einigen Tagen zur Einbahnstraße (in Richtung Schanz) geworden. Die Arbeiten auf der westlichen Seite inklusive Erneuerung der Versorgungsleitungen werden noch bis August andauern, dann geht es auf der anderen Straßenseite weiter. Seitdem staut es sich rund um die Schanz in einem Kreis von bis zu einem Kilometer vor allem zu den Hauptverkehrszeiten, also so um 8 Uhr und 16 Uhr, bis in die Vaalser Straße, den Boxgraben oder die Jakobstraße sind die Auswirkungen zu spüren, auf der anderen Seite bis zu den Ringen.

Auch Fachverkäuferin Michaela Keulen in der Bäckerei ist nicht begeistert über die Arbeiten: „Wir sehen, dass uns ältere Leute mit Rollator und Eltern mit Kinderwagen meiden, weil die Stufe so hoch ist. auch Belgier, die sonst Brötchen kaufen.“ Am meisten nervt sie aber das Verhalten der Politessen. „Wir haben sowieso schon Einbußen. Trotzdem werden von der Stadt Kontrollen vorgenommen. Die laufen wie die Hyänen zu zweit die Straße rauf und runter.“ Lockerer geht Apotheker mit der Situation um: „Es ist klar, dass die Baumaßnahme gemacht werden muss, die Straße war kaputt. Wir machen das Beste daraus und haben den Service für die Lieferung erweitert.“

Eher Verständnis hat auch Friseurin Stefanie Krings: „Es muss gemacht werden.“ Ihre Kundinnen kommen auch so. Nicole Porps: „Man macht alle paar Monate einen Termin aus.“ Rolf Kohnen von der gleichnamigen Reinigung (seit 1903) bringt einen anderen Gedanken ins Spiel: „Ich hoffe, dass das bis Weihnachten über die Bühne ist und dass die hier kein archäologisches Mäuerchen finden. Aber was sein muss, muss sein.“ Sein Fahrer muss nun längere Touren fahren.

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