Rund 50 Kinder basteln mit am Wissen der Welt

Von: Nina Krüsmann
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Spiel und Spaß auf dem Zeltplatz in Hergenrath: Bei vielen Kindern kommt das Pfingstcamp der Euro-Jugend immer wieder gut an. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Auf dem „Zeit-Rasen“ des Aachener Jugendzeltplatzes konnte am Pfingstwochenende die Zwischenwelt erkundet werden. Gut 50 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren nahmen am Pfingstcamp der Aachener Euro-Jugend teil. Mit dem Raumschiff ging es hier zurück in die Vergangenheit.

Seit 33 Jahren veranstaltet die Eurojugend das beliebte Camp, das jedes Jahr ein fantasievolles Thema hat. „Ein Ufo vom Mars ist diesmal am Pfingstwochenende auf dem Zeltplatz in Hergenrath gelandet: Nach einem Triebwerkschaden und der folgenden Bruchlandung ist das Wissen der digitalisierten Welt verloren gegangen“, erklären Benno Pauls, Vorsitzender der Euro-Jugend, und Geschäftsführerin Susanne Kutulla.

In fünf Workshopgruppen machten sich die Camp-Teilnehmer daran, das Lexikon wieder mit Wissen zu füllen.

Die Idee zu diesem Thema hatte Camp-Leiterin Belinda Stahl. „Die Kinder beschäftigen sich in fünf Gruppen mit den Epochen Steinzeit, Antike, Mittelalter, Renaissance und Industriezeitalter“, erklärt Stahl. Das kommt super an. Im Steinzeit-Workshop stellen die Kinder munter Farben her, machen Feuer und üben sich in Höhlenmalerei.

Das Mittelalter inspiriert derweil zum Basteln von Masken, Schwertern und Helmen. „Ich bastel eine Maske aus Gips und Kleister, die anschließend eine Knollennase erhält“, erzählt die zehnjährige Lilli Paczynski. Zehn Mädchen sind derweil in der Renaissance-Gruppe dabei, hübsche Armbänder zu knüpfen und mit Perlen zu verzieren. Auch kleine Einstecktücher entstehen in der munteren Runde.

Seit Jahren dabei

„Ich war letztes Jahr so begeistert, das ich diesmal wieder mitmachen wollte. Ich habe mich direkt fürs Handarbeiten interessiert“, erzählt die neunjährige Josefina Bickenbach. Nach und nach werden die Tücher mit gestickten Namen, Blumen oder Herzen versehen.

Im Industriezeitalter entsteht ein Seifenkisten-Wagen. „Das Schrauben an diesem symbolischen allerersten Auto der Epoche ist toll“, erzählt der zwölfjährige Soufiane Bakhada.

Einige der Teilnehmer sind schon seit mehreren Jahren beim Camp dabei. Tobias Koullen ist sogar schon zum siebten Mal mit von der Partie: „Ich finde die Workshops spitze und auch das Freispiel macht mir Spaß.“

Die Stimmung ist super, das Wetter spielt mit und für leckeres Essen sorgen einige der älteren Betreuer in der Großküche. Im Zeit-Bistro wird anschließend alles genüsslich verputzt.

Bei einer Nachtwanderung hatten die Kinder Gelegenheit, die bei der Bruchlandung verlorenen Leuchtsterne wieder aufzusammeln – dieser „Sternenstaub“ dient zuletzt wieder als Sprit für den Weiterflug des Ufos. Die Gruppenleiter im Alter von 13 bis 16 Jahren fungieren als Akteure der Gegenwart, dokumentieren alles, damit Fotos und Texte schon bald das Lexikon füllen.

Beim großen Gala-Abend am letzten Tag ging es schließlich mit dem Raumschiff zurück in die Zukunft. Und zuvor durften alle Kinder ihre Ergebnisse den stolzen Eltern, Großeltern, Geschwistern und Freunden vorführen.

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