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„Rudirockt“ ausgezeichnet bei „Land der Ideen“

Von: Martina Stöhr
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rudirockt
„rudirockt“ wurde nun zu einem der „Ausgezeichnetsten Orte im Land der Ideen“ gekührt. Foto: Heike Lachmann

Aachen. „,Rudirockt’ ermöglicht Begegnung und Austausch, schafft Nähe neben Freunden und Familie und fördert so das Klima in unseren Städten.“ Mit diesen Worten beschrieb Mario Kapell von der Deutschen Bank in seiner Laudatio ein Konzept, das in den vergangenen Jahren zum Erfolgsmodell wurde.

Vier Aachener Studenten entwickelten im Jahre 2005 einen Plan, um Studenten dabei zu helfen, Kontakte zu knüpfen. Beim sogenannten Running Dinner (rudi) kochen zwei Studenten einen Gang und haben dabei jeweils zwei Paare zu Gast. Nach einer Stunde wechselt das Szenario: Die Gastgeber werden zu Gästen und besuchten wiederum ein neues Paar. „So kommen an einem Abend insgesamt zwölf Kontakte zustande“, erklärt Adel Pour, einer der Mitbegründer der Idee.

Aktuell machen jeweils rund 2400 Leute bei dem viermal im Jahr stattfindenden Event mit. „Das Konzept hat eingeschlagen wie eine Bombe“, meint Pour. Denn solche Treffen gibt es inzwischen in 30 Städten und sogar in mehreren Ländern. Auch wenn die Pflege der Web-Seite, über die die einzelnen Treffen genauestens geplant werden, laut Pour durchaus aufwendig ist, haben die Macher doch alles voll im Griff. Sie haben eine spezielle Software entwickelt, für die sie auch schon einen Preis bekommen haben.

Dass sich „Rudirockt“ jetzt auch „ausgezeichneter Ort im Land der Ideen“ nennen darf, freut die Gründer Florian Schwanse, Philipp Wüllner, Nicolas Mertens und Adel Pour ganz besonders. Es sei ein ideeller Preis, der ihnen da jetzt verliehen worden sei, sagt Adel Pour.

Vergeben wird er seit 2006 von der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und der Deutschen Bank. Prämiert werden gute Ideen aus allen Regionen Deutschlands mit nationalem oder internationalem Vorbildcharakter.

Das Running Dinner hat sich als Kontaktbörse unter Studenten bewährt und könnte zum Markenzeichen moderner Städte werden, so Mario Kapell. Laut Adel Pour kann man es in den Supermärkten der Stadt bemerken, wenn wieder einmal ein Running Dinner anberaumt ist. Dann seien überall Pärchen unterwegs, die sich auf das Drei-Gänge-Menü vorbereiten.

Und nach dem Dinner geht’s zur großen Party ins Apollo oder in den Tanzpalast. Denn ein Ort reicht laut Pour inzwischen nicht mehr aus, um alle Running-Dinner-Fans aufzunehmen.

Zur Preisverleihung hatte sich ein überschaubarer Kreis von 60 Leuten im Bistro am Templergraben eingefunden. Nachdem sie die ersten zwei Gänge wie seit jeher organisiert hatten, waren sie zum Nachtisch eingeladen: Auf der Karte stand Stracciatella-Mousse mit dreierlei Knusperperlen.

Das ließen sich die Gäste schmecken und lernten dabei nebenbei neue Leute kennen. Um die eine Million Kontakte sind nach Pours Berechnungen so schon zustande gekommen. Und jährlich gebe es einen Zuwachs von 50 Prozent. Der nächste Event ist am Donnerstag, 7. November, geplant.

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