Route Charlemagne: Land rückt 20 Millionen raus

Von: Heiner Hautermans
Letzte Aktualisierung:
geld_bu
Terrasse und Stufen verschwinden, im Innern des Verwaltungsgebäudes werden die ehemalige Stadtkasse und die Tiefgarage abgerissen, dort entstehen eine Ausstellungshalle und ein Museumscafé. Entwurf: hks

Aachen. Rund 20 Millionen Euro wird das Land Nordrhein-Westfalen zur Route Charlemagne beisteuern, die insgesamt mit etwa 30 Millionen zu Buche schlagen wird.

Damit ist der Beitrag des Landes ungefähr so hoch wie für das Bauhaus Europa, das von SPD, Grünen, FDP und Linken beschlossen worden war, schließlich aber Ende 2006 an einem von der CDU unterstützten Bürgerentscheid scheiterte.

Damals sicherte der aus Aachen stammende Familienminister Armin Laschet zu, dass das Land die Stadt bei anderen Projekten weiterhin unterstützen werde. So ist es denn nicht verwunderlich, dass er am Dienstag persönlich im Rathaus aufkreuzte, um eine Art Weihnachtsgeschenk zu überbringen: einen Förderbescheid über genau 8.753.055 Euro für den Umbau des Verwaltungsgebäudes Katschhof in das Centre Charlemagne.

Eigentlich wäre es nämlich Sache des NRW-Bauministers gewesen, die frohe Botschaft zu überbringen. Laschet wollte so offensichtlich dokumentieren, dass die Landesregierung Wort gehalten hat. Es sei in kurzer Zeit der zweite größere Scheck, aber für einige Zeit auch der letzte, sagte er bei der Übergabe an OB Marcel Philipp im Werkmeistergericht des Rathauses: „Es handelt sich um ein besonders wichtiges Projekt, das die Bürger sehr bewegt hat und weit über die Stadt hinausstrahlt.”

Vor kurzem hatte Laschet einen Bewilligungsbescheid über 4,3 Millionen Euro für das Haus der Integration in der ehemaligen Rheinnadel-Fabrik überbracht, die zu einem multikulturellen Begegnungszentrum umgebaut werden soll. Weitere Millionensummen des Landes waren im März für die Route-Charlemagne-Stationen Grashaus, Haus Löwenstein und Zeitungsmuseum zur Verfügung gestellt worden.

Er hoffe, meinte Laschet weiter, dass die stolze Summe auch für den Effekt sorge, für den es gedacht ist, nämlich viele Touristen nach Aachen zu bringen. Denn das Geld stammt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und wurde, so OB Philipp, schon „sehnsüchtig erwartet”. „Wir freuen uns sehr, dass diese Planung jetzt den Startschuss erfährt. Das Gebäude erhält eine neue Qualität.”

Eröffnung 2012

Konkret los mit den Arbeiten am Gebäude geht es im Januar nächsten Jahres, dann beginnen die Sanierung der Fassade und energetische Arbeiten, werden auch die anderen Arbeiten ausgeschrieben.

Die eigentlichen Umbaumaßnahmen starten Mitte nächsten Jahres, sie sollen 2012 fertiggestellt sein. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund 15 Millionen Euro. Das Centre Charlemagne soll dann die zentrale Anlaufstelle der Route Charlemagne bilden.

Gleichzeitig entstehe ein Ausstellungsbereich, der die Entwicklung der Stadt Aachen vor dem Hintergrund der europäischen Geschichte darstellt, ein „lange geäußerter Bedarf” der Bürger, so formulierte es Marcel Philipp.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert