Rotlichtpläne: Haarens Sozialdemokraten kritisieren Oberbürgermeister

Von: red
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Wohin mit dem Rotlichtviertel? Die SPD in Haaren und Verlautenheide äußerte sich deutlich gegen die Pläne des Oberbürgermeisters. Foto: dpa

Aachen. Kurz nachdem der Planungsausschuss die Liste des Oberbürgermeisters Marcel Philipp mit alternativen Standorten für die Rotlichtmeile am Rande der Stadt diskutiert hat, meldet sich nun der erste Ortsverein vom Stadtrand zu Wort: Die SPD Haaren/Verlautenheide lehnt eine Verlagerung des Rotlichtbezirks entschieden ab und übt scharfe Kritik am Oberbürgermeister aus. Das geht aus einer Pressemitteilung von Dienstag hervor.

„Wir lehnen die Verlagerung des Rotlichtbezirkes strikt ab“, so Heiner Dautzenberg, Vorsitzender der SPD in Haaren und Verlautenheide. Ratsfrau Nathalie Hüllenkremer ergänzt: „Die alternative Standortliste des Oberbürgermeisters halten wir für absolut ungeeignet.“ Die SPD Haaren/Verlautenheide schließe sich somit den Forderungen des Frauennetzwerkes der Städteregion und der Mehrheit im Stadtrat an, die sich für einen Verbleib des Bordellbetriebs in der Antoniusstraße aussprechen, heißt es weiter in der Pressemitteilung.

„Wir sind der Überzeugung, dass ein Laufhaus in der Antonius­straße die beste Lösung ist. Wir sollten in den Planungen genau überlegen, was das Sinnvollste für alle Beteiligten, also auch für die Sexarbeiterinnen vor Ort, ist – und nicht nur die vermeintlichen Wünsche der eigenen Wählerklientel im Sinn haben“, betont Dautzenberg. Interessant sei auch, dass alle vorgeschlagenen alternativen Standorte in den Außenbezirken liegen und fast alle im Aachener Norden und Osten.

„Dem Oberbürgermeister geht es offensichtlich nicht darum, ein Problem zu lösen. Er will es bloß aus den Augen haben. Wenn seine Wahrnehmung der steigenden Kriminalität rund um die Antoniusstraße stimmt, lässt diese Liste erahnen, wie groß seine Wertschätzung für Haaren und die Außenbezirke ist.“

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