Aachen - Rot fällt auf, der Lohnunterschied auch

Rot fällt auf, der Lohnunterschied auch

Von: Christiane Krahl
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Rot fällt auf: Darauf setzen
Rot fällt auf: Darauf setzen die Organisatorinnen des „Equal Pay Day” am kommenden Freitag in Aachen (v.l.): Inga Lichtenberg, Karin Bernhard, Daniela Jansen, Ursi Becker, Angelika Holland-Hohmann, Ulla Thönissen und Angelika Quadflieg. Foto: Harald Krömer

Aachen. Die Farbe Rot fällt auf. Und das soll sie auch. Denn die Aktion „Equal Pay Day. Gleiche Bezahlung für gleiche Arbeit” soll schließlich auch auffallen und damit auf das Lohngefälle zwischen Frauen und Männern aufmerksam machen.

Das fällt nämlich auch auf. „Frauen verdienen 23 Prozent weniger Gehalt als Männer. Damit sind wir fast das Schlusslicht in der Europäischen Union”, benennt Ursula Becker, Fraktionsmitarbeiterin der „Grünen” in der Bezirksvertretung Haaren und Verlautenheide, den Anlass für die Aktion.

Um diese Tatsache ins Bewusstsein der Gesellschaft zu bringen, planen Ursula Becker und Mitglieder aus anderen politischen Parteien und wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verbänden, einen Aktionstag am kommenden Freitag, 23. März.

Los geht es um 12 Uhr mit einer Stärkung im Restaurant „Stairs” an der Theaterstraße 17. Noch mehr Beratung und viel Informationsmaterial legen die Organisatorinnen von 15 bis 17 Uhr an ihrem Stand am Holzgraben bereit.

Dort wollen sie genauer erklären, welche wirtschaftlichen Folgen das derzeitige Lohngefälle hat. „Frauen mit Minijobs können ihren Lebensunterhalt nicht von ihrem Gehalt bezahlen”, erläutert Mitorganisatorin Angelika Holland-Hohmann vom „Business and Professional Woman - Germany Club Aachen” (BPW Aachen).

Deshalb benötigten viele Minijobberinnen finanzielle Unterstützung von der öffentlichen Hand. Die niedrigen Erwerbseinkommen schlügen sich später in den Rentenzahlungen nieder. Ulla Thönnissen, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU im Städteregionstag, ist das Thema einer gesetzlichen Frauenqote wichtig, damit Frauen mehr Führungspositionen besetzen.

Zum Nachdenken möchte auch Karin Bernhardt, Gewerkschaftssekretärin des Deutschen Gewerkschaftsbundes - Region Nordrhein-Westfalen Süd-West (DGB), anregen. „Wir lassen die Leute die Lohnunterschiede verschiedener Berufe schätzen”, nennt sie eine praktische Aufgabe, die die Besucher am Infostand erwartet.

Bevor am Abend im Apollo-Kino der Film „Wer weiß wohin?” gezeigt wird, rufen die Organisatorinnen um 17 Uhr möglichst viele Interessierte in den Elisengarten.

„Wir wollen dort einen Flashmob veranstalten”, verrät Ursula Becker. Deshalb sollten möglichst viele Besucher rote Regenschirme und Taschen mitbringen oder eine rote Jacke tragen. Wie genau der Flashmob mit den leuchtend rot ausgerüsteten Teilnehmern aussehen soll, erfahren die Besucher kurz vor dem Start.

Denn die Farbe Rot fällt bekanntlich auf.
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