Aachen - Rosi Tenhaeff sagt „Adieu”

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Rosi Tenhaeff sagt „Adieu”

Von: Alfred Stoffels
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Rosi Tenhaeff (Mitte), 28 Jahre lang Geschäftsführerin des VdK in Aachen, verabschiedet sich aus der hauptamtlichen Arbeit. Axel Bierganz und Petra Kauffeldt stehen bereit, um die Interessen der mittlerweile 6000 Mitglieder zu vertreten.

Aachen. Viel Lob und Anerkennung für eine starke Frau: Rosemarie Tenhaeff, Geschäftsführerin des VdK in Aachen und sei 28 Jahren Streiterin für die Belange der mittlerweile fast 6000 Mitglieder, geht allmählich in den Ruhestand.

Im Foyer des Stadttheaters wurde wenige Tage vor ihrem 60. Geburtstag das Ende ihrer hauptamtlichen Tätigkeit zum Anlass für einen dankbaren Abschied genommen - mit „bewundernswertem Einsatz” habe sie den Sozialverband zur heutigen Stärke geführt, wurde mehrfach betont.

Neben vielen ehrenamtlichen Helfern waren auch die Vertreter zahlreicher Behörden und Organisationen vor Ort, um Adieu zu sagen. VdK-Vorsitzender Helmut Huntgeburth, seine Stellvertreterin Bernhardine Lüke und Bürgermeisterin Margrethe Schmeer wiesen in ihren Ansprachen unisono auf das verdienstvolle Schaffen von Rosi Tenhaeff hin, „einer Persönlichkeit, die sich seit Jahrzehnten in ganz besonderer Weise für die soziale Gestaltung in der Städteregion eingesetzt hat” (Huntgeburth).

Die gebürtige Mainzerin, die unter anderem beim damaligen OB Jockel Fuchs in die Lehre gegangen war, kam 1982 nach Aachen, wo sie in die Dienste des VdK trat - das Bundesversorgungsgesetz und die Kriegsopferfürsorge waren ab sofort ihre Welt. Fast 30 Jahre lang hat sie dem örtlichen Verband ihren Stempel aufgedrückt. Ihr ist es unter anderem zu verdanken, dass es wieder eine Mitgliederzeitung gibt und dass es bisweilen sehr lustig zugeht - der Kreisverband Aachen-Stadt ist der einzige in NRW, der eine eigene Karnevalssitzung veranstaltet.

Mit vollem Einsatz

Vor allem aber lieferte sie einem Großteil der Mitglieder die entscheidende Unterstützung bei persönlichen Problemen - ob es um die Rente ging oder den Grad der Schwerbehinderung, um Hartz IV oder das Erlangen einer Pflegestufe. Immer half sie mit vollem Einsatz bei der Durchsetzung von Rechten und Ansprüchen, wobei ihr ihre hervorragenden juristischen Kenntnisse sehr zustatten kamen.

In der Amtszeit von Rosi Tenhaeff, die auch ehrenamtliche Richterin am Landessozialgericht in Essen und ist und als Vertreterin der SPD in der Bezirksvertretung Kornelimünster-Walheim sitzt, gab es laut Huntgeburth einen „unglaublichen Mitgliederzuwachs” - von 2800 im Jahr 1982 auf jetzt gut 6000. Der Vorsitzende: „Wenn wir jetzt mal nicht an die Alemannia denken, dann sind wir der größte Verein in der Stadt Aachen, parteiübergreifend und weltanschaulich neutral.”

Rosi Tenhaeff bedankte sich ihrerseits bei allen, „die mir den Beginn in Aachen leicht gemacht haben. Ich verstand die Sprache nicht, und ich kannte auch keinen Menschen”. Anfangs habe auch die „locker-flockige Art” der ortsansässigen Bevölkerung bei ihr zu Irritationen geführt, das sei aber längst vorbei, „es gab dann doch ein ganz großes Entgegenkommen und alle haben mir geholfen”. Sie wird dem VdK als Ehrenamtlerin erhalten bleiben. An der Lagerhausstraße wirken zudem Rechtsanwalt Axel Bierganz, Büroleiterin Petra Kauffeldt und Gabriele Hartung.
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