Rollstuhlfahrer bekommen eine Schaukel

Von: Martina Stöhr
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13 500 Euro für die Kleebachs
13 500 Euro für die Kleebachschule: Darüber freuen sich auch Thomas Ernst von der Big Band, die stellvertretende Schulleiterin Maria Hyrenbach, Schulleiter Helmut Heinzen, Günter Selbert (Bundeswehr), Regina Rombach vom Förderverein sowie Hubert Herpers von der Sparkasse (hinten von Foto: Heike Lachmann

Aachen. Über eine Spende von 13.500 Euro kann sich die Kleebachschule in Eilendorf freuen. Bettina Rombach vom Förderverein der Schule, deren Schwerpunkt in der Förderung der geistigen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen liegt, weiß auch schon genau, wofür das Geld verwendet werden soll.

Die Rollstuhlfahrer unter den Schülern sollen eine Schaukel bekommen. „Und die ist sehr teuer”, betont Rombach. Deshalb freut sie sich gemeinsam mit Schülern und Lehrern ganz besonders über den unerwarteten Geldsegen. Die Big Band der Bundeswehr hatte auf Initiative der Sparkasse Aachen ein Benefizkonzert auf dem Katschhof gegeben.

Und die Besucher zeigten sich großzügig: Sie griffen tief in ihre Taschen und sorgten so für den dicken Spendenerlös. Als Schulleiter Helmut Heinzen von der Aktion erfuhr, wollte er seinen Ohren zunächst nicht trauen. „Es kann doch nicht sein, dass das alles für die Kleebachschule gemacht wird”, habe er gedacht.

Zur offiziellen Spendenübergabe brachte Hubert Herpers, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, symbolisch zwei gläserne Geldkoffer mit. Und die Kinder der Schule bedankten sich mit frohen Liedern. Oberst Günter Selbert und Stabshauptmann Thomas Ernst hatten als Vertreter der Bundeswehr ein Maskottchen mitgebracht. Der kleine Max soll die Kinder auf ihrer nächsten Klassenfahrt begleiten, waren sich Schüler und Lehrer einig.

Früher seien Förderschulen mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung keine Selbstverständlichkeit gewesen, erzählte Schulleiter Heinzen. In der Kleebachschule werden heute 200 Kinder und Jugendliche von insgesamt 60 Lehrern unterrichtet. Um den Bedürfnissen der Kinder gerecht zu werden, sind maximal 13 Kinder in einer Klasse. Eine große Hilfe seien in der Vergangenheit die Zivildienstleistenden (Zivis) gewesen, sagt Heinzen. Wie die Schule in Zukunft ohne sie auskommen soll, darüber zerbricht er sich schon jetzt den Kopf.

Lob für die Organisation

Doch bei der Spendenübergabe kamen erst einmal Freude und Dankbarkeit auf. Stabshauptmann Thomas Ernst bedankte sich zudem für die tolle Organisation. Die Big Band sei auf eine gute Zusammenarbeit mit den Veranstaltern vor Ort angewiesen. Und die sei in Aachen ganz hervorragend gewesen.

Und weil alles so gut geklappt hat, will die Big Band mit ihren 26 Profimusikern und der Gesangssolistin in zwei Jahren vielleicht noch einmal zum Konzert nach Aachen kommen.
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