Aachen - Rolandstraße: Schutz vor den Tivoli-Parkern

Rolandstraße: Schutz vor den Tivoli-Parkern

Von: Wolfgang Schumacher
Letzte Aktualisierung:

Aachen. In der Diskussion um das Anwohnerschutzkonzept rund um den neuen Tivoli während der Heimspiele der Alemannia machen jetzt die Anwohner der Rolandstraße mobil.

Die Wohnstraße parallel zur Krefelder Straße leide seit Langem unter dem Parkdruck, der sich am Spieltag zeitlich bereits weit vor den Fußballspielen auch und gerade in der Rolandstraße aufbaue.

Daher wolle man dringend in das Schutzkonzept aufgenommen werden, das der Verkehrsausschuss für eine Reihe anderer Straßen beschlossen hatte. So jedenfalls erklären Inge und Walter Spix die Situation in ihrer Straße und fordern Abhilfe in einem von insgesamt 34 Anwohnern unterzeichneten offenen Brief an „die Verantwortlichen für den Verkehr und das Chaos im Anwohnergebiet Tivoli”, hier namentlich adressiert an den Oberbürgermeister Jürgen Linden, die zuständige Dezernentin Gisela Nacken, den Polizeipräsidenten Klaus Oelze und den Leiter des Ordnungsamtes, Detlev Fröhlke.

In dem Brief beschweren sich die Unterzeichner nicht nur über die „vergessene” Straße bei den Alemannia-Spielen. Das sei nur ein Problem.

Auch das Sinfonieorchester

„Seit Jahr und Tag”, heißt es dort, „wird auf der unteren Rolandstraße das Einbahnstraßenschild ignoriert”. Diese „falsche Einbahnstraße” sei „eine ungewöhnliche Regelung”, die so richtig niemanden interessiere, Tag für Tag fahren Autos falsch durch das Wohngebiet. „Das Schöne an der Rolandstraße: Es gibt noch freie Parkplätze”, heißt es weiter. Samstags ab zehn kämen kundige Besucher aus dem Umland und auch mittwochs wie donnerstags beim Aufspielen des Aachener Sinfonieorchesters im nahen Eurogress herrsche besonderer Parkdruck, schließlich ist der Stellplatz in der Straße im Gegensatz zum Parkhaus kostenfrei.

„Der Ernstfall” aber seien die Alemannia-Heimspiele, die die abschüssige Straße vorher und nachher „zur schlimmsten Rennbahn” machen: „In beide Richtungen rasen die Angereisten”, klagen auch dort, wie in der Merowingerstraße, die Anwohner. Man komme nur schwer ans eigene Haus ran, und manche wilden Parker stellen bereits am frühen Morgen ihr Auto vor die fremden Türen.

Neben der Aufnahme ins Anwohnerschutzkonzept fordere man zusätzlich, erklärt Inge Spix gegenüber den „Nachrichten”, eine funktionierende Einbahnstraßenregelung sowie eine Tempo-30-Zone gegen die Raserei in der Wohnstraße. „Muss erst ein Kind angefahren werden oder ein schwerer Crash passieren?”, fragen die Anwohner demonstrativ.
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