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Riesenschaden in Supermarkt nach Brand

Von: Heiner Hautermans
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Geschäftsführer Herbert Sütterlin (58) vor der derzeit noch leeren Fleisch-Bedientheke in seinem Supermarkt Hit an der Schurzelter Straße. Von dem dahinterliegenden Kühlraum geht es in das Kellergeschoss, in dem es am Sonntagabend gebrannt hatte. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Der Kellerbrand in der großen Wohnanlage an der Ecke Vaalser Straße/Schurzelter Straße hat auch den dortigen Supermarkt Hit massiv in Mitleidenschaft gezogen. Das Feuer war gegen 22.40 Uhr in der weit verzweigten Kelleranlage ausgebrochen, die Kripo ermittelt weiter wegen Brandstiftung.

Der Brand von Unrat in einem Abstellraum war rasch gelöscht, die Auswirkungen jedoch enorm. Wegen der starken Verrauchung waren knapp 200 Menschen aus den 50 Wohnungen in den Geschossen darüber herausgeholt und vorübergehend in einem Gelenkbus betreut worden. Allein an dem Gebäude schätzt die Feuerwehr den Schaden auf rund 50.000 Euro. Doppelt so hoch ist gar der Schaden in dem Supermarkt im Erdgeschoss.

Er wäre gar noch höher, wenn nicht Feuerwehr, Technisches Hilfswerk und Stadtwerke alles dazu getan hätten, die Kühlkette für die Kühlregale weitgehend aufrechtzuerhalten. Noch in der Nacht wurde ein Generator aufgebaut, der die niedrigen Temperaturen in den meisten Auslagen beibehielt. Ausgefallen ist allerdings der Kühlraum für die Fleisch-Bedientheke, wo Rohre geschmolzen waren.

„Nichts gefunden”

Geschäftsführer Herbert Sütterlin richtete sich am Dienstag nach den Empfehlungen des von der Versicherung in Gang gesetzten öffentlich bestellten Sachverständigen Dr. Heinz Schiffers, der die Artikel nicht nur in Augenschein genommen hatte, sondern Proben auf Schadstoffe entnahm: „Da haben wir nichts gefunden.” Auch sei keine Verrußung festgestellt worden, meint der Experte, schließlich war der Brand im Nachbarhaus ausgebrochen.

Alles was dennoch vom Strom- und Kühlausfall hätte betroffen sein können, sei vorsichtshalber aussortiert worden, etwa Frischfleisch, Teile von Obst und unverpacktem Weichkäse, alles andere sei als unbedenklich eingestuft worden. Sütterlin: „Wir haben haben auch selbst probiert und Ware für 20.000 Euro weggeworfen.” Deshalb ist der Geschäftsführer sich sicher: „Das wir verkaufen, ist nicht betroffen.”

Fleisch ist derzeit nur in den SB-Regalen erhältlich, erst am Freitag werden neue Schnitzel und Würste für die Bedientheke geliefert, bis dahin bleiben die dortigen Auslagen leer. Ärger noch wirkte sich der Ausfall der Hauptstromleitung aus. Sütterlin: „Die war nur noch ein Klumpen Kupfer.” Deshalb blieb das beliebte Einkaufszentrum den ganzen Montag über geschlossen, weder Kassen, Türen noch Lampen funktionierten. Sütterlin: „Der Betrieb war bis Montagabend schachmatt gesetzt.”

Die Stawag legte eine Art Bypass, deshalb konnten die Pforten am Dienstag wieder um 8 Uhr geöffnet werden, da wurden auch viele neue Waren geliefert. Den Umsatzausfall hat der Geschäftsführer ebenfalls bei der Versicherung angemeldet. Den Schaden allein für Hit beziffert Sütterlin auf insgesamt rund 100.000 Euro, die Ausfälle in der untervermieteten Bäckerei und dem Blumenladen noch gar nicht mitgerechnet.

Leichter Brandgeruch war auch am Dienstag noch im hinteren Teil des Marktes, etwa im Bereich der Käsetheke, zu verspüren. Möglicherweise hat das einen Kunden dazu bewogen, die zuständigen Behörden einzuschalten.

Kontrolle am Mittwoch

Eine entsprechende Anfrage sei beim Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz eingegangen, weiß Heinz-Josef Heinen von der Pressestelle der Städteregion: „Ein Lebensmittelkontrolleur wird am Mittwoch eine Untersuchung vor Ort vornehmen.”
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