Riesenkunstwerk für den Frieden

Von: Birgit Küchen
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Aachen. Die 12. Aachener Friedenstage sind eröffnet. Sie sollen „in stilvoller Form Krieg, Frieden und Gewalt gegen die Menschheit öffentlich kommunizieren”, erklärt Karl Heinz Otten, Vorsitzender des Aachener Friedenspreises. Künstlerische und kulturelle Veranstaltungen stehen im Mittelpunkt.

Im bildnerisch-kreativen Bereich ist ein Projekt angesiedelt, das die Künstlerin Tanja Berg unter dem Motto „Banderole für den Frieden” nach Aachen geholt hat. Dabei sollten Erwachsene und Kinder auf Stoffbahnen von ihre Vorstellung von Frieden in Worten und Bildern ausgedrückt werden. Die Gemeinschaftsgrundschule Gut Kullen hatte bereits im Vorfeld ein 15 Meter langes Kunstwerk gestaltet. Ziel des Projekts ist es, eine Gesamtlänge von 40.000 Kilometern zu erreichen und somit die Erde zu umspannen. Eine Fortsetzung in Aachen ist für den September geplant.

Die Ausstellung „Menschen hinter Mauern” mit Bildern der Aachener Künstlerin Annika Stienen bis zum 17. März im Aachen-Fenster zu besichtigen. „In diesen Kunstwerken stelle ich meine Eindrücke von Studenten, Kindern, Frauen und Vätern, denen ich auf meinen Reisen 2006 und 2010 im Westjordanland begegnet bin, dar. Meine Porträts und Landschaftsmalereien erzählen Geschichten über die Einwohner Palästinas und geben Erklärungen zu ihrer heutigen Lebenssituation ab”, so die 27-jährige Künstlerin.

Alltag in einer Besatzungszone

Sie thematisieren Menschen, die unter stark eingeschränkten Lebensbedingungen ihrem Alltag in einer Besatzungszone nachgehen: Stacheldrahtzäune trennen Bauern von ihren Nutzflächen, Grenzübergänge zwingen zu Umwegen, Hausdurchsuchungen wegen Terrorverdachts müssen ertragen werden. Annika Stienens Exponate können noch bis zum 17. März 2011 in der Buchkremerstraße besichtigt werden. Ab dem 7. Mai werden die Bilder ins Haus der Evangelischen Kirche, Frre-Roger-Straße 8, umziehen, wo sie als Teil der Ausstellung „Die NAKBA” noch bis zum 21. Mai zu sehen sein werden.

Zum Programm der Aachener Friedenstage gehört unter anderem auch der Vortrag von Diplom-Psychologe Thomas Auchter zum Thema „Verlorene Generationen? - zur Psychoanalyse der Kriegskinder und Kriegsenkel” am 24. März um 19 Uhr im Aachen-Fenster.

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