Aachen - Rehmplatz feiert den symbolischen Spatenstich

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Rehmplatz feiert den symbolischen Spatenstich

Von: Werner Czempas
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Frauenpower: Elvire Ngouah-Boh, Barbara Willecke, Gisela Nacken, Silke Gärtner und Karen Roß-Kark (v.l) nahmen den Spaten für den symbolischen Spatenstich am Rehmplatz in die Hand. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Der Rehmplatz feiert. Baudezernentin Gisela Nacken und Mitarbeiterinnen leiteten beim dritten „Rehmplatz-Picknick“ mit einem symbolischen Spatenstich den Umbau des Platzes ein. Er soll „zum Treffpunkt, zum Wohnzimmer für das ganze Viertel“ werden, wie Landschaftsarchitektin Barbara Willecke es voller Vorfreude ausmalte. Ende August geht es los.

Der Rehmplatz wird wie auch die beiden nahe gelegenen Quartiersplätze Ober- und Wenzelplatz im Rahmen des Projekts „Soziale Stadt Aachen-Nord“ neu gestaltet. Die Gesamtkosten für die drei Plätze belaufen sich auf 1,2 Millionen Euro, allein für den Rehmplatz fallen 615.000 Euro an. Der Umbau wird zu 80 Prozent über die Städtebauförderung von EU, Bund und Land finanziert.

„Unser Platz“

Seit 2012 arbeitet an der Ecke Rehmplatz/Rudolfstraße das Stadtteilbüro Aachen-Nord. Welche Früchte diese intensive bürgernahe Arbeit des Teams um Silke Gärtner und Elvire Ngouah-Boh trägt, war beim Spatenstich-Picknick zu erkennen. Obwohl das Wetter über die Note „scheußlich fies“ nicht hinauskam und die Fußball-WM lauerte, gruppierten sich unter den weißen Party-Zelten doch etliche Bürger, alte wie junge.

Maria-Therese Schöller aus der Ottostraße lernte erstmals die vietnamesische Familie Nguyen aus der Maxstaße kennen, die dort schon seit 2001 wohnt und sich nun mächtig freute über die „gute Nachbarschaft“. Genau das, die gute Nachbarschaft, ist die Absicht der Macher beim Projekt „Soziale Stadt Aachen-Nord“. „Zum Rehmplatz sollen die Menschen hinkommen und sagen: Das ist unser Platz, etwas Schönes, wo wir leben und genießen können“, wünscht sich Dezernentin Nacken.

Damit er richtig gut wird, dafür hat sich das Köln-Berliner Büro „planung.freiaum“ mächtig ins Zeug gelegt. „Was wollen Sie auf dem Platz machen und wo wollen Sie das tun?“ hießen beispielsweise die Fragen, mit denen Landschaftsarchitektin Barbara Willecke auf die Menschen im Quartier zuging. Rund 250 machten mit. So entwickelten sich Schwerpunkte, die allen Generationen viel Raum bieten sollen, vom Fußballspiel für die Mädchen am Oberplatz etwa bis hin zu den Älteren und Alten, „die auf den Plätzen mittendrin sein wollen“ (Willecke). Am Rehmplatz werden es ihnen unter anderem Bänke rund um die Bäume, die alle erhalten werden, und sogar eine Hollywoodschaukel gemütlich machen. Barbara Willecke über ihr Ziel: „Kontakte ermöglichen, zusammensitzen können, sich draußen zu Hause fühlen.“

Wunderbare Mitmachaktion

Damit das „Zuhause“ im großflächigen Aachen-Nord sicht- und (be)greifbar wird, hat die junge Designerin und Künstlerin Patricia Yasmine Graf für den Rehmplatz wieder eine wunderbare Mitmach-Aktion gestartet. In moderner Zeit kann die natürlich nur „All eyes on aachen-nord“ heißen, will aber auf Altdeutsch nichts anderes sagen als „Alle Augen auf die neuen Plätze“. Auf dem Rehmplatz ist schon seit einigen Wochen die Mariensäule eingezäunt und von einem Gerüst für eine aufwändige Restaurierung verdeckt. „Sei dabei und mach mit“, lädt Graf alle ein, den Bauzaun mit selbstgemalten Augen zu dekorieren: „Die Aktion will das Wir-Gefühl fördern. Es ist wichtig, dass die Menschen zusammen etwas machen.“

Damit beim Machen denn auch jeder weiß, wie er sein eigenes „Auge“ malt, ist hilfreich wieder Freizeitpädagoge Sebastian Schmidt mit seinem Kunstwerkstattmobil auf dem Rehmplatz angerückt. So prangen am Wenzelplatz inzwischen schon 131 „Augen“ der Nachbarschaft am Bauzaun. Das kann überboten werden: Am Rehmplatz ist Sebastian Schmidt mit seiner Kunstwerkstatt noch in dieser Woche am Dienstag und Donnerstag jeweils von 14 bis 18 Uhr anzutreffen.

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