Regen und Frost bringen die Abläufe am alten Tivoli durcheinander

Von: Gerald Eimer
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Der neue Supermarkt an der Krefelder Straße ist im Bau, doch die künftigen Eigenheimbesitzer müssen sich noch etwas gedulden. Die Fertigstellung der Baustraßen am alten Tivoli hat sich verzögert. Foto: Harald Krömer

Aachen. Das Wetter hat den Zeitplan am alten Tivoli durcheinandergebracht: Erst war es der Regen, jetzt ist es der Frost, der die Fertigstellung der Baustraßen verhindert. Um mindestens drei Monate verzögert sich damit auch der erste Spatenstich für eines der vielen neuen Eigenheime, die auf dem traditionsgesättigten Areal entstehen sollen.

Wo einst große Fußballschlachten geschlagen wurden, vermarktet die Stadt nun Parzellen für angehende Eigenheimbesitzer. Der Verkauf läuft langsam an, wie die städtische Planerin Heike Ohlmann erklärt. So hat die Politik vergangene Woche dem Verkauf der ersten drei Grundstücke zugestimmt. Sie ist zuversichtlich, dass die Käufer nach Abwicklung aller Formalitäten ohne Verzug mit dem Neubau beginnen können.

„Wir warten täglich auf ein bisschen besseres Wetter“, sagt sie. Frostfrei und trocken müsse es sein, damit die letzten Schichten und Schwarzdecken auf die Baustraßen aufgebracht werden können. „Dann sind wir innerhalb von zwei Wochen fertig.“ Alle Anschlüsse und Leitungen zu den Grundstücken sind bereits gelegt.

410 Euro pro Quadratmeter müssen Käufer auf den Tisch legen, preiswerter werden lediglich die Grundstücke für zwei Reihenhausreihen angeboten, mit denen man ausdrücklich auch jungen Familien einen Kauf ermöglichen will. Die insgesamt 13 Reihenhäuser werden voraussichtlich von einer Baufirma schlüsselfertig errichtet, während auf den anderen Grundstücken eher auch eigene architektonische Träume verwirklicht werden können – alles freilich im Rahmen einer Gestaltungssatzung, die allzu schlimmen Wildwuchs verhindern soll.

Wie viele Menschen am Ende auf dem alten Tivoli-Gelände ihr neues Zuhause finden, ist noch nicht ganz klar. Tendenziell werde man an der Krefelder Straße eher mehrgeschossig bauen, so Ohlmann, in Richtung Emma­straße werde die Bebauungsdichte abnehmen – was auch besser zu den angrenzenden Wohngebieten passe. Fraglich ist aber, ob alle für eine frei stehende Bebauung vorgesehenen Grundstücke verkauft werden können. Das größte Interesse gebe es bislang an Doppelhaushälften, so Ohlmann. Denkbar also, dass deutlich mehr als die bislang geplanten 32 Doppelhaushälften gebaut werden.

Nachfrage übersteigt Angebot

Sorgen, die Grundstücke loszuwerden, hat die Stadt nicht. „Die Nachfrage ist deutlich größer als das Angebot“, sagt Axel Costard vom Presseamt. Die Lage sei einfach günstig – die Naherholungsgebiete Lousberg und Soers sind nicht weit, die Innenstadt ist schnell erreichbar.

Hinzu kommt, dass gleich nebenan ein großer Hit-Supermarkt und eine Kita errichtet werden. Vier Terrassenhäuser am Würselener Wall und ein Hotel am Eck Krefelder Straße/Merowingerstraße sollen das Ensemble vervollständigen.

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