Aachen - Rechtsradikale attackieren die Demonstration der Linksjugend

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Rechtsradikale attackieren die Demonstration der Linksjugend

Von: hau
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Die eigentliche Kundgebung der Linksjugend gegen die gegenwärtige Flüchtlingspolitik in Europa fand in der Rotunde des Elisenbrunnens statt. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Rund 40 Teilnehmer kamen am Samstag zu der Demonstration der Linksjugend Aachen „Fluchtursachen bekämpfen statt Flüchtlinge – Gegen Krieg, Elend und Festung Europa!“ In den vergangenen Wochen seien schließlich vor der italienischen Insel Lampedusa nahezu 400 Menschen ertrunken, die vor Armut, Krisen und Kriegen aus ihren Heimatländern nach Europa flüchten wollten.

Die systematische Abschottung der EU in den zurückliegenden Jahren zwinge die Menschen dazu, bei ihrer Flucht immer größere Risiken einzugehen, anstelle der bisherigen europäischen Abschottung sei eine neue Politik nötig, die den Menschen in ihren Heimatländern neue Perspektiven aufzeige, notwendig sei auch eine humanistische Flüchtlings- und Asylpolitik in Europa.

Im Vorfeld der Demonstration kam es zu Angriffen von etwa 15 Personen, nach Angaben der Linksjugend Neonazis aus Süddeutschland. Die Polizei bestätigt, dass es gegen 17 Uhr im Bereich Adalbertsteinweg und Peterstraße zu Provokationen von rechtsgerichteten Personen und Handgreiflichkeiten gekommen sei. „Durch das schnelle Eingreifen konnte eine Eskalation verhindert werden“, sagte ein Polizeisprecher.

Fünf Angreifer aus dem süddeutschen Raum seien in Gewahrsam genommen worden und nach Feststellung der Personalien wieder entlassen worden. Gegen sie seien Strafverfahren wegen Widerstands, Körperverletzung und Landfriedensbruchs eingeleitet worden. Die Linksjugend erhebt in diesem Zusammenhang Vorwürfe gegen die Polizei. Auch gegen die Demonstranten seien unnötige Angriffe erfolgt. Eine ausführliche Stellungnahme folge.

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