Rechtsextreme greifen Autonomes Zentrum an

Von: hr
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Aachen. Ein Angriff von Rechtsextremen auf das Autonome Zentrum (AZ) hat am Montagabend die Polizei auf den Plan gerufen. Wie die Polizei berichtet, hatten mehrere Anrufer gegen 20.45 Uhr eine Schlägerei zwischen Besuchern des Zentrums und einer Gruppe Rechtsextremer gemeldet.

In einer Stellungnahme beschreibt das AZ die Angreifer als Gruppe von rund 20 „teilweise vermummten und bewaffneten Nazis“. Einen Straßenpoller hätten sie in den Eingangsbereich des Zentrums geworfen und seien mit Holzlatten auf die Besucher losgegangen. Zudem seien auf der Straße Flaschen und Holzstangen geflogen. Verletzte Personen oder Sachbeschädigungen wurden der Polizei allerdings nicht gemeldet.

Als die Beamten vor Ort eintrafen, hatten die Rechten das Gelände bereits verlassen. Später griffen die Beamten sieben Männer im Alter zwischen 22 und 27 Jahren im Bereich Kaiserplatz/Harscamp­straße auf. Drei von ihnen waren bereits als Rechtsaktivisten polizeibekannt.

Gegen die Männer wurden Strafverfahren wegen Landfriedensbruchs eingeleitet. Die genauen Hintergründe des Vorfalls sind unklar, die Ermittlungen der Sonderkommission Remok für die Aufklärung rechtsextremistischer Vorfälle laufen.

Die Aachener Grünen haben den Angriff am Dienstag scharf kritisiert. Er zeige „einmal mehr das Gewaltpotenzial der rechtsextremen Szene in der Region“, teilte Jonas Paul mit. „Die Opfer haben unsere volle Unterstützung und Solidarität“, fügte Paul hinzu.

Das AZ kündigte unterdessen an, die „Arbeit für eine emanzipative Politik und eine unabhängige Kultur“ fortzusetzen.

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