Aachen - Rechte Auftritte in Richterich verhindern

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Rechte Auftritte in Richterich verhindern

Von: mas
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Aachen. „Ich wurde schon gefragt, ob ich aus dem kleinen Ort bei Aachen komme, wo Neo-Nazis einen Orden bekommen.” Dr. Otto-Wilhelm Kuhrt-Lassay (Grüne) zeigte sich in der jüngsten Sitzung der Bezirksvertretung Richterich betroffen von den Vorkommnissen zur Karnevalszeit.

Damals hatte ein Mann aus der rechten Szene vom Richtericher Karnevalsverein „Koe Jonge” einen Orden bekommen, weil er auf ein gewaltsames Vorgehen gegen den Karnevalsprinzen verzichtet hatte (wir berichteten).

Die Grünen beantragten nun in der Bezirksvertretung die Einladung zu einem „Runden Tisch” zur rechten Szene und zu rechter Gewalt in Richterich. Hier sollen alle sozialen Organisationen und Vereine sowie die Polizei zum Thema gehört und Strategien zur Verhinderung rechter Auftritte in Richterich erarbeitet werden. Nach dem Willen der Grünen sollen auch andere Stadtbezirke einbezogen werden, und der Stadtrat sollte sich ebenfalls mit dem Thema Neonazis und rechte Gewalt in Aachen befassen.

Marlis Köhne (CDU) hat gegen ein solches Vorgehen nichts einzuwenden, verwies aber darauf, dass „manches hochgespielt worden sei”. „So etwas wird sicherlich nicht noch einmal passieren”, sagte sie. Thea Zielinski (Grüne) mahnte zur Vorsicht: „Diese Personen sollten keine besondere Presse bekommen, wir dürfen ihnen kein Forum bieten.” Und Hubert Rothe brach eine Lanze für die „Koe Jonge”. „Ich möchte den Verein in Schutz nehmen”, sagte er. „Es gibt dort sicher keine rechtsradikalen Tendenzen.”

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