Aachen - Raum zum Spielen oder für Gespräche

Raum zum Spielen oder für Gespräche

Von: Jule Klieser
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Kinder und Erwachsene freuten
Kinder und Erwachsene freuten sich im Familienzentrum Schikita über den Erweiterungsraum, aus Spenden finanziert. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Mit einem Fest ist im integrativen Familienzentrum Schikita in der Scheibenstraße die Einweihung eines neuen Spielraums auf einer Empore gefeiert worden. Einige großzügige Spenden von engagierten Menschen haben es möglich gemacht, dass jetzt die Kinder im Nebenraum der Grünen Gruppe ein schnuckeliges kleines Wohnzimmer über eine Treppe erreichen können, alles schön aus Holz gebaut.

Im Oktober letzten Jahres hatte das Kita-Team eine Spendenaktion gestartet, um den Kindern der Einrichtung diesen Wunsch zu erfüllen.

7000 Euro bekamen sie von Felix Schuppert und seiner Familienstiftung AKB mit Sitz in Einbeck, die sich für benachteiligte Kinder engagiert. Anna-Maria und Bernd Nölle stifteten den Teppichboden, der Schreiner Andreas Moritz baute die Empore zu einem sehr günstigen Preis und mit viel persönlichem Einsatz, und weitere Engagierte taten das Übrige.

Sehr unterschiedliche Bedürfnisse bei den Kindern hat Silke Bührmann, Leiterin der Schikita, beobachtet, vor allem weil die Grüne Gruppe sechs Behinderte gemeinsam mit neun nicht Behinderte Kinder besuchen. Eine Rückzugsmöglichkeit zum Spielen oder für Gespräche mit den Erzieherinnen kommt ihnen sehr entgegen. „Wir sind hier ein sozialer Brennpunkt, und viele Eltern leben mit großen Herausforderungen”, beschrieb Bührmann das Umfeld. „Die Kinder erleben viel, und nicht immer die heile Welt”. Viele Familien im Viertel lebten in beengten Wohnverhältnissen.

Das neue Räumchen sei für Rollenspiele gut geeignet. „Hier können die Kinder auch mal das Baby sein oder die dominante Mutter. Im Spiel durchleben sie ihre Alltagssituation und können in dieser Sicherheit Erlebtes verarbeiten.”

Oder wenn ein Kind einmal traurig ist, kann es in dem Räumchen für sich sein oder getröstet werden. „Es ist schön für sie, dass wir hier Platz bieten und alles mit sehr viel Herz gestalten”, sagte Bührmann. „Wir können positiv Einfluss nehmen und vieles auffangen.” Zum Dank sangen die Kinder den Besuchern ein Lied vor, „die Empore ist der Hit”, und überreichten den Spendern ein Frühlingsblümchen.
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