Aachen - Rauf aufs Rad: Aachen will beim „Stadtradeln“ punkten

Rauf aufs Rad: Aachen will beim „Stadtradeln“ punkten

Von: Mira Otto
Letzte Aktualisierung:
5928087.jpg
Voller Vorfreude auf den Wettkampf auf ihren Fahrrädern: Peter Sybzke, Uwe Müller, Ralf Müller, Stephanie Küpper und Jürgen Aletmann (von links) durch Aachen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Die Kampagne „Fahrrad in Aachen“ präsentiert sich stolz auf dem Bahnhofsvorplatz. Zum zweiten Mal will die Stadt am Stadtradeln-Wettbewerb teilnehmen. Von Montag, 9. September, bis Freitag, 29. September, radeln in ganz Deutschland Klimabewusste um die Wette.

Im vergangenen Jahr haben 167 Kommunen teilgenommen und damit 1458 Millionen Tonnen CO2 eingespart, sagt Projektleiterin Stephanie Küpper. Personen und Gruppen können sich auf der Internetseite www.stadtradeln.de informieren und anmelden. Alle Teilnehmer müssen mindestens Zweier-Gruppen bilden, Einzelpersonen werden Gruppen zugeordnet. Alle, die mitmachen, sind dazu angehalten, das Auto nach Möglichkeit stehen zu lassen. Autofahren ist nur ausnahmsweise erlaubt, beispielsweise für Einkäufe. Die Ergebnisse werden von den Gruppen im Internet eingegeben.

Stadtradel-Stars gesucht

Eine andere Art der Teilnahme sind die sogenannten Stadtradel-Stars, nach denen in diesem Jahr vermehrt gesucht wird. Diese dürfen weder selbst Auto fahren, noch Beifahrer sein. Zug- und Busfahren ist gestattet. Im vergangenen Jahr erradelte Rolf Coellen die stolze Zahl von 485 Kilometern und kam damit auf den 22. Platz unter rund 50 Stars bundesweit. Wer mitmachen möchte, kann sich bei Stephanie Küpper melden.

Momentan liegen sieben Gruppenanmeldungen für das Stadtradeln vor, jedoch hat sich Stephanie Küpper zum Ziel gesetzt, dieses Jahr deutlich besser abzuschneiden. „Die Leute werden überall angesprochen“, berichtet Ralf Müller, der sich mit seiner Firma „National Instruments“ an der Aktion beteiligt.

Müller fährt nicht nur wegen der Gesundheit oder aus Sorge ums Klima mit dem Rad: „Es geht um den Wettkampf und um den Sport. Wir haben in der Firma Duschen, Aufhängevorrichtungen für Fahrradkleidung und Stehplätze in der Tiefgarage um das Radfahren zu ermöglichen“, berichtet der Diplom-Ingenieur.

Jürgen Aletmann, Kapitän des Wabe-Teams, das bereits bei der Premiere 2012 dabei war, denkt ähnlich. Er wurde vom Wettkampffieber richtig angesteckt und möchte auch in diesem Jahr viele Kilometer hinter sich lassen.

Die Aachener wollen sich steigern: mehr Teilnehmer, mehr Kilometer und mehr Stadtradel-Stars. Das heißt im Klartext, dass sich deutlich mehr als 40 Aachener Gruppen anmelden sollen. Dadurch sollen mehr Kilometer zusammenkommen, die letztlich zu einer besseren Platzierung führen. 2012 erreichten die Aachener mit 80 685 Kilometern den 36. Platz, nun peilt Stephanie Küpper für die Stadt Rang 20 an. „Das Hauptziel des Projektes ist es natürlich, die Aachener zum Radfahren zu bewegen, beruflich und privat“, sagt Uwe Müller, Abteilungsleiter beim Verkehrsmanagement der Stadt. Schon jetzt legten die Aachener Bürger elf Prozent aller Wege mit dem Rad zurück.

Um das Radfahren in der Kaiserstadt zu fördern, werden verschiedene Aktionen gestartet. Ende des Jahres kann sich jeder Radfahrer kostenlos das Licht an seinem Drahtesel reparieren lassen. Auch Grundsicherheitstraining bietet „Fahrrad in Aachen“ an.

Auch die Politik ist eingeladen

Die Veranstalter rufen insbesondere die Aachener Politiker zur Teilnahme am Stadtradeln auf. Der Stadtrat oder auch einzelne Fraktionen können teilnehmen. 2011 gewann der Rat der Stadt Gablingen im Landkreis Augsburg die Wertung der Kommunalparlamente. Auch Vereine können teilnehmen.

Die Teilnahme am Wettbewerb ist für die Stadt übrigens nicht kostenlos. 1500 Euro kostete die Anmeldung bei „Stadtradeln“, um den Bürgern das Mitradeln zu ermöglichen. Der Anmeldebetrag wird nach der Größe der Stadt bemessen.

In Bayern bezahlte das Land die Teilnahme, worauf Küpper in den nächsten Jahren auch in Nordrhein-Westfalen hofft. Denn „die Teilnahme schont das Klima, entspannt die Parkplatzsituation in Aachen und macht sogar noch Spaß am Wettkampf“, fasst Küpper zusammen.

www.stadtradeln.de

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert