Raucherpulks: Ordnungsamt schreitet ein

Von: Gerald Eimer
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Aachen. Lust und Laster müssen Raucher zwar zunehmend außer Haus ausleben, vor der Deutschen Angestellten Akademie (DAA) an der Oppenhoffallee soll aber selbst das nicht mehr geduldet werden.

Per Aushang werden die Kursteilnehmer aufgefordert, die Raucherpausen im Innenhof zu verbringen. Die ungewöhnliche Anweisung zielt jedoch nicht darauf ab, verschärft gegen Qualm und Dreck vorzugehen, sondern den Bürgersteig freizuhalten.

So habe es zuletzt zunehmend Beschwerden von Passanten gegeben, für die es wegen der Raucherpulks vor dem Gebäude kein Durchkommen mehr gab. Selbst Mütter mit Kinderwagen hätten auf die Fahrbahn ausweichen müssen, sagt Ordnungsamtsleiter Detlev Fröhlke, dessen Abteilung nun die DAA angewiesen hat, für mehr Freiraum vor dem Haus zu sorgen. Um dem mehr Nachdruck zu verleihen, wird auch mit Bußgeldern gedroht, falls es zu weiteren Verschmutzungen von Gehsteig und Straße durch weggeschnippte Kippen kommen sollte.

Der Aushang scheint laut Fröhlke zu fruchten. Damit hat das Ordnungsamt an der Oppenhoff­allee deutlich größeren Erfolg als vor anderen Bildungsstätten. Insbesondere die Berufskollegs in der Lothringerstraße und Beeckstraße geraten immer wieder in die Kritik, weil Bürgersteige und Straßen zu Pausenzeiten von rauchenden jungen Leuten regelrecht zugestellt und versperrt werden. Selbst für Autofahrer gibt es dann kaum noch ein Durchkommen.

Appelle verpuffen

„Das ist und bleibt weiterhin ein Problem“, sagt Fröhlke. Zwar versuche man immer wieder – auch in Zusammenarbeit mit den Schulleitungen – den Straßenraum vor den Schulen frei- und sauberzuhalten. Letzten Endes aber würden über kurz oder lang alle Appelle wieder verpuffen. Einerseits wechselt die Schülerschaft regelmäßig, andererseits ist wohl auch die Anziehungskraft der großen Gruppe einfach zu groß. Und während man an der Beeckstraße immerhin einen kleinen Platz in unmittelbarer Nachbarschaft anbieten konnte, den die Schüler auch nutzen, hat man an der Lothringerstraße bislang keinen attraktiven Ausweichort finden können.

Von einer „never ending story“ spricht Fröhlke, dessen Mitarbeiter auch vor anderen Schulen dicke Bretter zu bohren haben. Verstärkt seien sie in den letzten Monaten auch vor den Gesamtschulen und Gymnasien in Zivil im Einsatz gewesen, wo sie nicht nur Raucher zur Ordnung gerufen haben, sondern auch verstärkt im Sinne des Jugendschutzes und der Prävention kontrollieren und gegen Drogenhandel und -konsum vorgehen. Von den Schulleitungen, mit denen die Ordnungskräfte eng zusammenarbeiteten, würden die Einsätze ausdrücklich begrüßt.

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