Radverkehr: Normaluhr macht die meisten Sorgen

Von: Jan Mönch
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Aachen. Die Normaluhr hat Stadtplaner Ralf Kaulen die meisten Kopfschmerzen bereitet. Schließlich sei der Bereich „der intensivste Knotenpunkt”, der in Aachen hinsichtlich des Verkehrsaufkommens zu finden ist. Dennoch wird die Normaluhr nicht ausgeklammert im Bemühen, den Anteil des Radverkehrs am Verkehrsaufkommen von rund zehn auf 15 bis 20 Prozent zu steigern.

In drei Schritten setzt das von der Stadt beauftragte Stadt- und Verkehrsplanungsbüro Kaulen derzeit den „Maßnahmenplan Radverkehr” um. Interessierte Bürger konnten sich jetzt im Marschiertor informieren. Platz für Radfahrer soll einerseits geschaffen werden, der Verkehrsfluss insgesamt dadurch aber nicht beeinträchtigt werden: „Das nennt man im Volksmund eine eierlegende Wollmilchsau”, so Kaulen.

Erste Ergebnisse sind bereits auf dem Grabenring zu sehen. Den Templergraben, den Löhergraben und den Alexianergraben entlang verlaufen bereits Schutzstreifen für Zweirradfahrer. Um abzubiegen, können diese sich an Kreuzungen dank separater Haltelinien vor die motorisierten Verkehrsteilnehmer setzen und nach der Rotphase abbiegen. Innerhalb von drei Monaten soll auch der Rest des Grabenrings mit den Markierungen versehen sein.

Im zweiten Schritt wird kommendes Jahr der Alleenring folgen. Derzeit wartet Dr. Stephanie Küpper, Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen sowie Leiterin der Kampagne „Fahr Rad in Aachen”, noch auf die Bewilligung der Bezirksregierung. Finanziert durch 400.000 Euro aus Landesmitteln könnte es dann ab dem dritten Quartal 2011 losgehen.

Die Maßnahmen gelten vor allen Dingen der Sicherheit von Radfahrern. 275 von ihnen verunglückten allein im vergangenen Jahr auf Aachens Straßen. „Die Leistungsfähigkeit der Verkehrsführung bleibt auf den Strecken und an den Knotenpunkten aber trotzdem erhalten”, verspricht Ralf Kaulen. Dies gelte sowohl für den Individual- als auch für den öffentlichen Nahverkehr.

Noch keine konkreten Zahlen und Termine existieren für das Ostviertel, dem der dritte Teil der Neuerungen vorbehalten ist. Stephanie Küpper geht jedoch davon aus, dass mittelfristig auch dieser Bereich im Interesse eines „modernen Stadtverkehrs” (Kaulen) ausgestattet werden kann. Angepeilt sind vielbefahrene Straßen wie etwa Adalbertsteinweg, Joseph-von-Görres-Straße und Stolberger Straße.
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