„Racing Can“-Finale in Brasilien: RWTH-Team holt Weltmeistertitel

Von: Nina Krüsmann
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Das Red Bull Racing-Team der RWTH Aachen wurde in Brasilien Weltmeister. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Designerin und Fahrer strahlen übers ganze Gesicht: Roxanne Kortekamp und Jens Rubner haben mit ihrem Sieg im Finale beim „Red Bull Racing Can“ in Brasilien einen Weltmeistertitel nach Aachen holen können.

Design und Fahrkönnen waren bereits beim ersten „Red Bull Racing Can“-Rennen gefragt gewesen, bei dem auf dem Vorplatz des „Super C“ der RWTH die Reifen qualmten. Schon damals haben die beiden das regionale „Qualifying“ der Rennveranstaltung für sich entschieden.

Sie zogen in das Deutschland-Finale auf dem Hockenheimring ein und meisterten auch diesen Entscheid mit Bravour. Neben den Teilnehmern der RWTH Aachen durfte auch ein Team aus Würzburg die deutschen Farben beim Welt-Finale in Brasilien vertreten, wo Teams aus insgesamt 20 Ländern an den Start gingen.

„So schön flach wie unser Auto ist, fährt es besonders gut“, erklärt Roxanne Kortekamp. Mit einer guten Portion Kreativität hat sie den Rennboliden komplett aus Dosen und in der Form eines Reptils gestaltet. Aber nicht nur das schickste, sondern vor allem auch das schnellste Rennauto galt es zu konstruieren.

Für neun Tage reisten die beiden mit ihrem Renner ins südamerikanische Brasilien. Dort blieb auch genügend Zeit für Besichtigungen. „Wir haben zwei Tage in Sao Paolo verbracht und sogar die beeindruckenden Wasserfälle von Iguacu besucht“, erzählt Kortekamp.

„Richtig guter Fahrer“

Die 22-Jährige kommt ursprünglich aus Willich und arbeitet mittlerweile in Düsseldorf. In Aachen hatte sie während ihres Architekturstudiums an der Fachhochschule in einer Wohngemeinschaft den gleichaltrigen Jens Rubner kennengelernt. „Jens ist ein richtig guter Fahrer, das war das wichtigste im Finale. Das Design brachte zudem einen weiteren Fahrvorteil und hat der Jury sehr gut gefallen. Sie beurteilten den Wagen als einzigartig und gaben für das hervorstechende Äußere 29 von 30 Punkten“, sagt Kortekamp.

Zufällig habe sich das alles ergeben, berichtet Rubner. Er ist seinerzeit von Lorenz Althoff, Student des Maschinenwesens an der RWTH Aachen und Red Bull Students Brand Manager, angesprochen worden. Althoff, der auch das Rennen in Aachen organisiert hat, machte dem Studenten die Idee schnell schmackhaft.

„Es ging uns vor allem um den Spaß am Basteln“, betont Rubner, der ursprünglich aus dem Stuttgarter Raum kommt und an der RWTH Maschinenbau studiert. Schon früher habe er sich gern mit ferngesteuerten Autos befasst.

Nach dem Erfolg mit ihren ferngesteuerten Dosen-Boliden bot sich den beiden Siegern in Brasilien noch ein ganz besonderer Hauptpreis: Sie durften das dortige Formel-1-Rennen aus nächster Nähe in der Red Bull Lounge verfolgen und haben sogar Rennfahrer Mark Webber getroffen. „Sogar eine Führung durch das Fahrerlager haben wir mitgemacht, das war schon spannend“, meint sich Rubner.

Die lokale Veranstaltung im „Red Bull Racing Can“ soll nach dem großen Premierenerfolg im nächsten Jahr an der RWTH Aachen wiederholt werden.

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