„Quirliger Haufen“ hat Spaß mit Danny Ecker

Von: Holger Richter
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Und hopp: Danny Ecker hilft den kleinen Alemannen beim Training im Waldstadion auf die Sprünge. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Anja Kölsch geht das Ganze sehr professionell an. „Nein“, sagt die Fast-Zehnjährige, sie könne sich nicht vorstellen, später mal Stabhochspringerin zu werden. „Ich möchte lieber Tierärztin werden.“

Spaß gemacht hat ihr das Stabhochsprungtraining mit Danny Ecker aber natürlich trotzdem. Genauso wie den rund 50 übrigen Kindern aus der Leichtathletik-Abteilung der Alemannia, die – wie jedes vor dem NetAachen-Domspringen (siehe Infobox) üblich – zur exklusiven Trainingseinheit mit dem Ex-Profi und ehemaligen Sechs-Meter-Springer ins Waldstadion gekommen waren.

Und auch Danny Ecker hatte seine Freude an der Übungseinheit. „Ich hätte nicht gedacht, dass so viele kommen. Das war ein ganz schön quirliger Haufen“, sagt Ecker schmunzelnd. Den Weg aus Leverkusen ins Waldstadion hat er für diesen „quirligen Haufen“ gerne zurückgelegt, denn „die Nachwuchsförderung ist in unserem Sport sehr wichtig“, so Ecker.

Das weiß auch Michael Leers. „Der Stabhochsprung ist in unserem Training mittlerweile angekommen“, sagt der Leichtathletik-Obmann der Alemannia. Für eine konkrete Förderung, die vielleicht auch mal in eine Wettkampfteilnahme mündet, fehle es der Alemannia aber an geeigneten Übungsleitern, räumt Leers ein, denn: „Das Training für den Stabhochsprung ist sehr komplex.“ Und so bleibt sein Traum, dass ein Alemanne einmal am Domspringen teilnimmt, wohl noch länger nur ein Traum. „So weit sind wir noch nicht“, sagt Leers lachend.

Als Organisator des Domspringens ist Michael Leers allerdings schon weiter – spätestens, nachdem im vergangenen Jahr Björn Otto mit 6,01 Meter einen neuen deutschen Rekord im Stabhochsprung auf dem Katschhof aufgestellt hat, und er in diesem Jahr mit Raphael Holzdeppe einen frischgebackenen Weltmeister in Aachen erwartet. „Die Vorfreude ist riesig“, sagt Leers und strahlt dabei übers ganze Gesicht.

Und auch der Namenssponsor des Domspringens hat derzeit gut Lachen. Denn nach dem Rekordsprung im vergangenen Jahr habe sich das Sponsoring tatsächlich auch in Aufträgen für sein Unternehmen ausgezahlt, berichtet Net­Aachen Geschäftsführer Andreas Schneider. „Immer neue Rekorde sind aber nicht unser Antrieb“, sagt er. In der kommenden Woche könne er auch mit „einem spannenden Wettkampf, bei dem sich fünf Springer bei 5,91 Meter um den Sieg streiten“ leben.

Den kleinen Alemannen ist das freilich schnuppe. Sie freuen sich schlicht über den prominenten Trainer. „Ein cooler Typ“, sagen die Brüder Sebastian und Philipp Gösgens über Danny Ecker. Stabhochspringer wollen sie trotzdem nicht werden. Sebastian (7) zieht Fußball vor und Philipp (9) will sich lieber auf den Sprint konzentrieren. „Das mit dem Stab ist mir zu umständlich“, begründet er. Spaß hat‘s ihnen aber trotzdem gemacht.

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