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Quader an der Ursulinerstraße bekommen eine Schonfrist

Von: Wolfgang Schumacher
Letzte Aktualisierung:
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„Man muss sich erst an die neue Situation in der Ursulinerstraße gewöhnen”, warb Baudezernentin für eine Schonfrist. Die Basaltquader würden sich später gut einfügen, meinte sie im Ausschuss. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Die Quader bleiben vorerst in der Ursulinerstraße, das prestigeträchtige Umbauvorhaben wurde am Freitag von der Stadt abgenommen. „Wir sind mit den Arbeiten sehr zufrieden”, stellte Regina Poth dabei für den Fachbereich Straßenbau fest. Auch im Planungsausschusses war der Aufreger der Woche - die Blausteinquader - behandelt worden.

Die an der neuen Flaniermeile aufgestellten 15 Basaltklötze hatten in der Stadt Reaktionen von „Unverständnis” bis „absoluter Blödsinn” hervorgerufen. Die SPD in der Bezirksvertretung Mitte wollte die Quader gar sofort abreißen.

Im Planungsausschuss machte SPD-Sprecher Norbert Plum allerdings klar, dass die Steine eigentlich eine sinnvolle Funktion haben. Denn sie sollen als Angebot neben der Außengastronomie dem Bürger die Möglichkeit zum kostenfreien Sitzen, Rasten und Sonnen bieten. Das Lamento, Menschen mit Behinderung seien diese Quader aus Gründen der Barrierefreiheit nicht zuzumuten, wischte am Freitag Baudezernentin Gisela Nacken vom Tisch: „Die Planung und damit die Quader wurden der Kommission "Barrierefreies Bauen" vorgestellt. Sie hat das akzeptiert”.

Anderes Problem

Bei der Diskussion sei jedoch ein anderes Problem für Menschen mit Sehbehinderung und für Blinde ans Licht gekommen. Sie störten sich nun nicht an den Quadern, die auf dem Blausteinstreifen angeordnet sind, sondern an der an die Häuser anschließenden Gastronomiezone. gerade sie, so hieß es, mache Sehbehinderten und Blinden bei ihrer Suche nach dem Fußweg das Leben schwer.

Denn beide müssen sich an Kantenführungen oder auch durch Erfühlen verschiedener Materialen des Bodens orientieren. So kam die Verwaltung auf die einfache und geniale Lösung, die vorgesehene Außengastronomiezone um 2,80 Meter weiter in den Straßenraum zu schieben, so ist der Weg vor der Häuserfront völlig ohne jede Stolperfalle.

Die beanstandeten Quader tauchen einfach zwischen Tischen und Stühlen unter, im Weg sind sie dann jedenfalls nicht mehr. Der Planungsausschuss nahm es zustimmend zur Kenntnis, einzige Auflage, da waren sich die Fraktionen einig: Man wartet die Frühjahrserfahrungen ab und berät dann erneut das Thema.
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