Aachen - Prügelei nach WM-Spiel: 25-Jähriger in Haft

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Prügelei nach WM-Spiel: 25-Jähriger in Haft

Von: wb
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Aachen. Rund einen Monat nach einer heftigen Schlägerei am Büchel ist ein 25 Jahre alter Kroate in Untersuchungshaft genommen worden. Die Aachener Staatsanwaltschaft wirft ihm gefährliche Körperverletzung vor, bestätigte Pressedezernent Robert Deller auf Anfrage der „Nachrichten”.

Der junge Mann war nach dem Vorfall im Zusammenhang mit dem WM-Fußballspiel der deutschen Nationalelf gegen Serbien am 18. Juni festgenommen worden. Seinerzeit war es nach dem serbischen Sieg zu einer Auseinandersetzung zwischen feiernden Serben und Kroaten und einer Gruppe junger Männer am Büchel gekommen, die sehr schnell handgreiflich wurde.

Dabei ging ein 20-jähriger Deutscher nach einem Faustschlag bewusstlos zu Boden. Dennoch setzten ihm die Angreifer mit Tritten weiter zu. Das Opfer erlitt unter anderem einen Joch- und Nasenbeinbruch, zudem wurden ihm mehrere Zähne ausgeschlagen.

Die Aachener Strafverfolger werteten die Tat seinerzeit als versuchtes Tötungsdelikt beziehungsweise gefährliche Körperverletzung, den 25-jährigen Kroaten sahen sie als einen der Haupttäter an. Ein von der Staatsanwaltschaft beantragter Haftbefehl wurde jedoch abgelehnt.

Laut Deller lag für den Haftrichter weder ein dringender Tatverdacht noch Fluchtgefahr vor. Mit einer Beschwerde dagegen hatte die Staatsanwaltschaft zunächst keinen Erfolg: Das Landgericht Aachen bestätigte die Entscheidung des Amtsgerichts. Auch dagegen legten die Strafverfolger Beschwerde ein.

Nun mit Erfolg: Das damit befasste Oberlandesgericht (OLG) in Köln schloss sich nun der Staatsanwaltschaft an. „Das OLG sieht einen dringenden Tatverdacht und auch die Fluchtgefahr”, so Robert Deller gegenüber den „Nachrichten”. Der Beschuldigte besuche nur seinen Bruder in Aachen und hätte ansonsten jederzeit wieder nach Kroatien entschwinden können.

Nach Ausführungen von Robert Deller meinen die Richter des Kölner Oberlandesgerichts zudem, dass der 25-Jährige „wegen der brutalen Tatausführung eine empfindliche Strafe” zu erwarten habe. Die dürfte „aus Gründen der Generalprävention nicht mehr im bewähringsfähigen Bereich liegen”.
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