Protest gegen das Projekt „Zeelink“ wird lauter

Von: gei
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Aachen. Mit einer Unterschriftensammlung will Ursi Becker, Grünen-Bezirksvertreterin in Haaren/Verlautenheide, den geplanten Bau einer sogenannten Verdichterstation auf den Feldern in der Nähe des Aachener Autobahnkreuzes verhindern.

Die entsprechenden Unterschriftenlisten kursieren derzeit in Verlautenheide und liegen auch im Grünen-Fraktionsbüro am Katschhof aus.

Mit der Aktion erheben die Unterzeichner Einspruch gegen die geplante Trassenführung der grenzüberschreitenden Gaspipeline „Zeelink“, die von Belgien kommend bis Hanau auch über Aachener Gebiet geführt werden soll. Die Verdichterstation soll auf einer gut zehn Hektar großen Fläche errichtet werden. Sie ist nötig, um das Gas mit dem nötigen Druck zu transportieren.

Der Bezirk Haaren/Verlautenheide sei bereits heute durch viele Faktoren – wie Autobahnen, Flugplatz, Umspannwerk, Gewerbegebiete, Nato-Tanklager und mehr – stark belastet, heißt es in der Begründung. Und weiter: „Nun soll weiterer landwirtschaftlich genutzter Boden im Wasserschutzgebiet versiegelt und die wenigen Naherholungsgebiete weiter eingeschränkt werden. Wir bezweifeln, dass der Standort zwingend notwendig ist und fordern, Alternativen zu prüfen.“

Im Vorfeld haben sich bereits alle Fraktionen in der Haarener Bezirksvertretung gegen den Bau der Verdichterstation in Verlautenheide ausgesprochen. Unterstützung erhalten sie auch von den städtischen Planern, die bereits eine Alternativfläche ausgeguckt haben: das ehemalige Militärgelände Camp Hitfeld im Aachener Süden.

Die Unterschriftenlisten sollen der Bezirksregierung in Köln zugestellt werden, die vergangene Woche das Raumordnungsverfahren und die Bürgerbeteiligung für das Zeelink-Projekt gestartet hat. Darüber hinaus haben alle Bürger bis zum 1. Juli Zeit, Stellungnahmen zu den Zeelink-Planungen abzugeben.

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