Projekt für junge Leute: Diskussion über alternative Gesellschaftsformen

Von: Martina Stöhr
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Haben ihr Projekt „Gutes Leben 2.0“ vorgestellt: Stefanie Schlösser, Jürgen Kippenhan, Oliver Oschmann, Jan Salzmann und Maryam Aliakbari (v.l.)

Aachen. Auch wenn wir wissen, was vernünftig wäre, heißt das nicht zwingend, dass wir auch entsprechend handeln. Dieser innere Zwiespalt ist laut Dr. Jürgen Kippenhan, Initiator des Logoi, Institut für Philosophie und Diskurs, ein Thema der Diskussionsveranstaltung „Der Gutmensch – Spaßbremse oder Weltfairbesserer“.

Junge Leute sollen hier die Gelegenheit bekommen, den Begriff des guten Lebens aus philosophischer Sicht zu beleuchten.

„Wir sind wirklich gespannt, was die Jugend zu sagen hat“, meint Maryam Aliakbari, vom Eine-Welt-Forum und Mitarbeiterin des Projekts „Leben 2.0 – Vom Wissen zum Handeln“. Zu diesem Projekt haben sich neben dem Eine-Welt-Forum und Logoi eine Reihe weiterer Akteure zusammengeschlossen, um unter anderem alternative Gesellschaftsformen jenseits der Wachstumslogik zu diskutieren.

Familie und Beruf sind jungen Leuten laut einer kleinen Internetumfrage besonders wichtig. „Vielleicht stellt sich aber heraus, dass es auch noch ganz andere, vielleicht nicht so offensichtliche Dinge gibt, die ihnen wichtig sind“, meint Kippenhan.

In der ersten Diskussionsveranstaltung am Donnerstag, 3. November, um 18 Uhr im Logoi, Jakobstraße 25a, bekommen die jungen Leute Gelegenheit, sich darüber Gedanken zu machen, was ein „gutes Leben“ wirklich ausmacht. Kippenhan ist überzeugt, dass gerade junge Leute in einem Zwiespalt leben: zwischen dem, was gerade angesagt oder in Mode ist, und den eigenen Überzeugungen.

Bei einer zweiten Veranstaltung sind die jungen Leute am Donnerstag, 2. März 2017, um 18 Uhr ins Logoi, Jakobstraße 25a, eingeladen, um sich gemeinsam mit Annette Förster, Institut für Politische Wissenschaft, Gedanken über den Terror zu machen.

Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, ob im Krieg gegen den Terror alles erlaubt ist. Dass der „Terror etwas mit uns macht“, davon sind Kippenhan und Dr. Jan Salzmann, Vorstand Eine-Welt-Forum, gleichermaßen überzeugt. „Man denke nur an die Tasche vor dem Rathaus und das Polizeiaufgebot“, sagt Salzmann. Ist das Hysterie, wenn wir so reagieren? Und: Gewinnt der Terror, wenn wir unsere Freiheitsrechte abschaffen? Solche und ähnliche Fragen sollen diskutiert werden.

Beide Veranstaltungen können auch von Schulen oder Jugendeinrichtungen gebucht werden. „Gutes Leben 2.0“ stellt sich dabei immer die Frage, wie ein gutes Leben für alle aussehen kann – jenseits von Wachstum und Konsumsteigerung.

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