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Programmiert: Ein Roboter liest laut vor

Von: Martina Stöhr
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Teamarbeit: Rebecca Sarholz, E
Teamarbeit: Rebecca Sarholz, Eveline Enns, Floris Gering und Steffen Schaffert (v. l.), allesamt Studierende an der FH, präsentieren im Foyer der Aula einen sprechenden und turnenden Roboter. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Nicht nur technisches Wissen, sondern Teamarbeit ist gefragt, wenn sich die Studenten des dualen Studiengangs „Scientific Programming” daran machen, neue Apps und Computer-Software zu entwickeln.

Auf einer Software-Messe an der FH stellten sie die Ergebnisse ihrer Arbeit vor: Das Spektrum reichte von Computerspielen über Roboterprogramme bis hin zu unterschiedlichen Apps für Smartphones.

„Ich bin selbst gespannt, was die Studenten im Detail gemacht haben”, meinte Prof. Dr. Andreas Terstegge, Fachbereich Medizintechnik und Technomathematik, vor dem Messebesuch. Und die Entwicklungen der Studenten können sich sehen lassen. Ein Roboter beispielsweise macht auf Anweisung seiner Programmierer Fitnessübungen und liest laut vor. Andere Studenten haben ein Programm entwickelt, mit dem man „Mensch-ärgere-dich-nicht” am Computer spielen kann.

Und Christoph Claßen hat mit seinem Team im Auftrag der DLRG eine App erstellt, die, heruntergeladen aufs Smartphone, allerlei nützliche Hinweise gibt. Da finden sich Informationen zu den unterschiedlichen DLRG-Standorten, Erklärungen von Warn- und Hinweisschildern, wie sie sich an Gewässern finden, und die Erklärung der unterschiedlichen Flaggen an den Stränden. Laut Claßen ist das Präsidium der DLRG mit der Arbeit, die er und sein Team abgeliefert haben, höchst zufrieden.

„Die Studenten entwickeln unter realen Bedingungen”, erklärt Prof. Dr. Terstegge. Denn der Studiengang „Scientific Programming” ist kombiniert mit einer Ausbildung zum mathematisch-technischen Softwareentwickler (Matse) am Rechenzentrum der RWTH. Die Ausbildungsfirmen geben den Studenten häufig Hinweise, welche neuen Anwendungen und Applikationen sie gerne hätten, so Terstegge. Und die Studenten machen sich dann an die Arbeit.

Nils Kremer und sein Team haben eine App entwickelt, mit der man einen ganz persönlichen Stadtrundgang unternehmen kann. Ohne Programmierkenntnisse soll jeder in der Lage sein, im Internet individuell eine Route mit den interessantesten Punkten zusammenzustellen. Das Smartphone führt den ortsunkundigen Besucher dann später durch die Stadt und liefert alle notwendigen Erklärungen. Laut Kremer ist das ausgesprochen praktisch für all jene, die Besuch bekommen, aber keine Zeit haben, selbst mit ihren Gästen eine Stadtrundfahrt zu machen.

Duale Studiengänge wie „Scientific Programming” seien ein großer Erfolg, so Terstegge. Dabei findet der theoretische Teil der Ausbildung an der Universität, der praktische Teil in den Betrieben statt. Gerade die Firmen hätten ein großes Interesse an den Studenten.
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