Aachen - Preuswald: Erhalt des Schwimmbades in Sichtweite

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Preuswald: Erhalt des Schwimmbades in Sichtweite

Von: Martina Stöhr
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Ein Lösung des Konflikts um die Schließung des Schwimmbades Preuswald scheint in Sicht. Der Stadtsportbund hat Interesse signalisiert, das Schwimmbad in Zukunft zu betreiben. Dessen erster Vorsitzende Björn Jansen lässt aber auch keinen Zweifel daran, dass das Schwimmbad dann keine Verluste einfahren darf.

Dass die Katholische Stiftung Marienhospital in den vergangenen Jahren die hohen Defizite des in die Jahre gekommenen Schwimmbades getragen hat, findet er lobenswert. 22 Jahre hat die Stiftung Schwimmkurse in dem Bad angeboten, die über den Preuswald hinaus beliebt waren. Doch laut Rolf-Leonhard Haugrund, Vorstand der Katholischen Stiftung Marienhospital, waren die Verluste vor allem durch die hohen Energiekosten des veralteten Bades enorm und auf Dauer nicht mehr tragbar.

Zum Bedauern der Bürger im Preuswald, die an dem Runden Tisch im Gemeindezentrum Maria im Tann saßen, hat sich die Stiftung inzwischen neu orientiert und bietet ihre Kurse jetzt im Bewegungsbad im Haus Hörn an. Das aber lasse sich nicht im Mindesten mit dem geliebten Schwimmbad im Preuswald vergleichen, meinen die Bürger und kämpfen für dessen Erhalt.

Beim Runden Tisch waren Vertreter der Stadt Aachen, der Deutschen Annington, der Initiative Preuswald und der Politik zusammengekommen, um Rede und Antwort zu stehen. Gesprächsbereitschaft signalisierten sie alle, doch den Bürgern genügte das nicht. Sie wollten konkrete Zusagen für den künftigen Betrieb des Schwimmbades und forderten: „Die Stadt soll von den Verantwortlichen die Sanierung des Bades einfordern und nicht tatenlos zusehen, wie es geschlossen wird.“

Als Vertreter der Stadt bat Dezernent Manfred Sicking wiederholt um Zeit, damit entsprechende Gespräche in Ruhe geführt werden können, traf damit bei den Bürgern aber auf wenig Gegenliebe. Die hatten offensichtlich das Gefühl, dass der Schwarze Peter vom einen zum anderen geschoben wurde.

Dabei herrschte durchaus Konsens darüber, dass das Schwimmbad erhalten bleiben soll. Deutlich wurde aber auch, dass das nur mit einem neuen Betreiber geht. Der Stadtsportbund zeichnet bereits verantwortlich für die Schwimmhalle Ost, und Björn Jansen machte klar, dass das auch hier ohne Subventionen seitens der Stadt nicht funktionieren würde. Er erklärte sich bereit, mit den Beteiligten ein Konzept zu entwickeln, um den weiteren Betrieb des Schwimmbades Preuswald zu gewährleisten.

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