Preuswald-Bad: Fließender Übergang unwahrscheinlich

Von: Werner Breuer
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Der Stadtsportbund wirft dem Preusbad einen Rettungsring zu. Foto: Stock/Gerhard Leber

Aachen. Die Zukunft des Schwimmbads im Preuswald bleibt weiter ungewiss. Klar schein einstweilen nur, dass der Betrieb gegen Ende des Jahres eingestellt wird. Das muss jedoch nicht das Ende der Einrichtung bedeuten. Womöglich öffnet das Bad später wieder unter der Flagge des Stadtsportbunds.

Um die Zukunft des etwa 40 Jahre alten Schwimmbads ging es auch bei einem Gespräch am Donnerstag, zu dem sich Vertreter der Stadt, der Deutschen Annington als Besitzerin der Immobilien im Preuswald, des Stadtsportbundes (SSB) und der Katholischen Stiftung Marienhospital getroffen hatten.

Das Marienhospital hat das Bad bislang noch gepachtet. Angeboten wird dort eine breite Palette von Kursen vom Babyschwimmen bis hin zum Schwimmen für Behinderte. Das Angebot erfreut sich großer Beliebtheit auch über den Preuswald hinaus.

Allerdings schlagen in dem veralteten Bad vor allem die hohen Energiekosten zu Buche. Weil die dadurch entstehenden Verluste für das Marienhospital nicht mehr tragbar waren, wurde der Pachtvertrag zum Jahresende gekündigt. Inzwischen hat allerdings der Stadtsportbund signalisiert, dass er sich ein Engagement als Betreiber des Schwimmbads durchaus vorstellen könne.

„In die Bücher gucken“

In der Runde am Donnerstag fiel darüber aber noch keine Entscheidung. „Es ging darum, einen ersten Eindruck zu gewinnen“, berichtet Heiner März. Der Geschäftsführer der Aachener Bad und Sport GmbH, die auch die Osthalle nahe der Josefskirche betreibt, hatte für den Stadtsportbund an dem Treffen teilgenommen. Jetzt müssten weitere Gespräche folgen, meint März, und man müsse „auch mal in die Bücher gucken“.

Entsprechende Erfahrung kann dabei wohl vorausgesetzt werden: Auch hinter der Bad und Sport GmbH als Betreiberin der Osthalle steht der Stadtsportbund als Gesellschafter. SSB-Vorsitzender Björn Jansen hatte unlängst darauf hingewiesen, dass es ohne städtische Subventionen auch in der Osthalle nicht gehe.

Der Stadtsportbund sei kein gewinnorientiertes Unternehmen, betont auch März, man könne „kein Minus machen“. Für einen Weiterbetrieb des Schwimmbads im Preuswald müssten daher „die Bedingungen stimmen“.

Dafür will die Katholische Stiftung Marienhospital ihren Beitrag leisten. Deren Geschäftsführer Rolf-Leonhard Haugrund verspricht, das Schwimmbad „bis zum 31. Dezember betriebsbereit zu halten“. Die Einrichtung werde solange entsprechend gepflegt und gewartet. Ein Ablassen des Wassers oder ähnliche Maßnahmen, die später Probleme nach sich ziehen könnten, sind nicht geplant.

Zuletzt hatte die Stadtteilkonferenz Preuswald die Sorge geäußert, eine vorübergehende Stilllegung könnte zu Schäden an Becken und Abdichtungen führen. Die Stadtteilkonferenz macht sich ebenso wie die Aktion „Rettet das Schwimmbad“ für einen kontinuierlichen Weiterbetrieb der Einrichtung stark. Die geht aber zunächst am 1. Januar 2014 „zurück in die Verantwortung der Deutschen Annington“, wie Marienhospital-Geschäftsführer Haugrund erklärt.

In kurzer Zeit nicht zu schaffen

Und dann müsste das Schwimmbad wohl zunächst einmal geschlossen werden, meint März. Denn für weitere Gespräche oder auch den Blick in die Bücher brauche man schließlich etwas Zeit. „Wir können kein finanzielles Risiko eingehen“, betont März, „das Ganze muss beherrschbar sein.“

Und so müsse erst einmal geklärt werden, ob die Bedingungen stimmen. Dann müsste ein Konzept erstellt werden, wie der Weiterbetrieb des Schwimmbads gewährleistet werden kann. „Das ist in den verbleibenden paar Tagen nicht zu schaffen“, sagt März.

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